Automatisches Schreiben

Écriture automatique ist nicht nur eine ästhetisch zweifelhafte Kunstform; es ist auch eine Methode, die mir, seit ich sie kenne, das akademische Leben erleichtert. Leider kenne ich sie noch gar nicht lange und hätte sie wohl auch unprobiert gelassen, wenn ich davon in einem iksbeliebigen Blog wie diesem gelesen hätte. Glücklicherweise aber wurde ich im …

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Summerschool Vormoderne Japanische Paleographie

In diesem Sommer hatte ich das Glück und Vergnügen, an der dritten „Graduate Summer School in Japanese Early-modern Palaeography“ teilnehmen zu können, die jährlich von Frau Dr. Laura Moretti und Herrn Prof. Yamabe Susumu organisiert wird. Es waren zwei intensive, lehrreiche und wunderschöne Wochen, und ich möchte gerne allen, die sich für vormoderne Handschriften und …

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Inoue Hisashi – Was Gesaku für mich bedeutet

Ich freue mich sehr, das meine Übersetzung des Essays „Was Gesaku für mich bedeutet“ von Inoue Hisashi in der 60. Ausgabe der „Heften für Ostasiatische Literatur“ (HOL) erschienen ist. An dieser Stelle herzlichen Dank an die Redaktion für die hilfreichen Hinweise und auch an das Inoue jimusho, das mir die Übersetzung und Veröffentlichung ohne Kosten …

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Oikawa-sensei in Heidelberg

Der für mein Sprachlernen prägendste Lehrer, Herr Oikawa Kôji, kommt zum ersten Mal im Zuge einer großen Vortragskreise nach Heidelberg. Ich möchte auf diesem Wege auf einen hörenswerten Vortrag hinweisen: In der nächsten Woche spricht Oikawa Kôji, Sprachdozent der Qinhua-Universität, in den Räumen unserer Japanologie über Lernstrategien (am 27.) bzw. Lehrmethoden (am 28.). Der erste …

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Vortrag auf dem 16. Deutschsprachigen Japaologentag

Dieses Jahr findet der Japanologentag vom 26. bis zum 28. August an der Universität München statt. Wer möchte, kann mir am Samstag dabei zuhören, wie ich einen kleinen Teil aus meinem momentanen Forschungsprojekt, Inoue Hisashi und die Gesaku-Literatur der Edo-Zeit, vortrage. Es wird dieses Mal um Inoues Stück „Omote ura Gennai kaeru gassen“ gehen, das …

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Beim Namen nennen

Sicherlich fragen Sie sich oft, was Sie Gutes für Übersetzer tun könnten. Sie ermöglichen schließlich Einblicke in fremde Literaturwelten, erklären Politik, Gesellschaft, Kultur und weiten die Horizonte; trotzdem stehen sie nicht nur im Schatten der Texte, die sie erzeugen, sie sind oft unsichtbar – und das buchstäblich buchstäblich. Obwohl Stunden, Wochen und Jahre investiert werden, …

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Fragen zur kommerziellen Manga-Übersetzung

Einige der Fragen, die mir bei einem Vortrag dazu gestellt wurden, habe ich hier zusammengetragen. Kann man von Manga-Übersetzung leben? Wenn man bei verschiedenen Verlagen mehrere Aufträge sicher hat, kann man zumindest überleben, aber wie bei vielen Berufen als Freischaffender ist das auf dünnem Eis gebaut und man hangelt sich von Auftrag zu Auftrag. Für …

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Verwertung von Exkrementen in der Edo-Zeit

Edo-Zeit und Fäkalien? Ein Vortrag wie die Faust aufs Auge – auf mein Auge zumindest. Letzte Woche sprach Prof. Aratake Kenichiro 荒武賢一朗 (Tōhoku Universität) an der Universität Heidelberg über sein Forschungsthema: die Verwertung von Exkrementen in der Edo-Zeit im Raum Osaka. Fäkalien waren in der Edo-Zeit ein teures Handelsgut. Zunächst wurden die Fäkalien von Händlern …

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