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	<title>Bis ans Unübersetzliche</title>
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	<description>Arbeits- und Übersetzungsjournal</description>
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		<title>Vortragsankündigung: »Inoue Hisashi und die Gesaku-Literatur der Edo-Zeit«</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Apr 2012 13:20:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Mittwoch, 29.8.2012, 9:00 Uhr, KOL-Hauptgebäude der Universität Zürich in der Rämistr. 71, Raum F109 Abstract: Gesaku, zu deutsch »spielerische Werke« oder »im Spaß Gemachtes«, ist ein Begriff für verschiedene Arten von – teilweise illustrierter – Prosa der mittleren und späten Edo-Zeit, deren Kennzeichen Humor und ein ausladend-phantasievoller Umgang mit der Sprache ist. Inoue Hisashi (1934–2010), <a href='http://www.nora-bartels.de/2012/04/vortragsankundigung-inoue-hisashi-und-gesaku/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_902" class="wp-caption alignleft" style="width: 191px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/04/japanologentag2012.png"><img class=" wp-image-902 " title="Japanologentag 2012" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/04/japanologentag2012.png" alt="   " width="181" height="197" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd"></dd>
</dl>
</div>
<p>Mittwoch, 29.8.2012, 9:00 Uhr, KOL-Hauptgebäude der Universität Zürich in der Rämistr. 71, Raum F109</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Abstract:</span></p>
<p><em>Gesaku</em>, zu deutsch »spielerische Werke« oder »im Spaß Gemachtes«, ist ein Begriff für verschiedene Arten von – teilweise illustrierter – Prosa der mittleren und späten Edo-Zeit, deren Kennzeichen Humor und ein ausladend-phantasievoller Umgang mit der Sprache ist. Inoue Hisashi (1934–2010), dessen Schaffen ihm nicht nur den Naoki-Preis und zahlreiche weitere Auszeichnungen, sondern auch ein ausgesprochen großes Lesepublikum verschaffte, greift in seinen Dramen, Romanen, Erzählungen und Essays Traditionen der Edo-Zeit auf, sei es im Stil, in der Themenwahl, oder indem er sich theoretisch wie historisch mit der <em>Gesaku</em>-Literatur und ihren Schriftstellern beschäftigt.</p>
<p>Inoue wurde in verschiedenen Zusammenhängen <em>shin gesakusha</em> (»neuer <em>Gesaku</em>-Literat«) genannt und hat, dieses Label ablehnend, sich selbst in einem Interview als <em>nise-gesakusha</em>, also als Nachahmung bzw. Fälschung eines <em>Gesaku</em>-Schriftstellers, bezeichnet. Wie aber ist die Bezeichnung <em>shin gesakusha </em>zu verstehen, die in der japanischen Literaturwissenschaft für eine Reihe höchst unterschiedlicher Schriftsteller bemüht wurde? Sind inhaltliche oder stilistische Merkmale hier Kriterium? Oder fließen noch andere Überlegungen ein? Läßt sich <em>Gesaku</em> als Genre definieren, und wenn ja, ist es sinnvoll, diesen Begriff für Literatur der Gegenwart zu benutzen? Zur Beantwortung dieser Fragen meiner Forschung führe ich eine philologische Analyse ausgewählter Werke Inoues durch. In meinem Vortrag stelle ich Passagen daraus geeigneten Ausschnitten der edozeitlichen Literatur gegenüber und zeige so Übereinstimmungen, aber auch Grenzen der Ähnlichkeit auf. Die Philologie bietet auf diesem Wege einen Schlüssel zum Verständnis der Literatur Inoues.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Japanische Version / 日本語：</span></p>
<p><span id="more-901"></span></p>
<p>戯作というのは江戸時代中期から後期の文学の種類です。一般的に、戯作には滑稽と言葉遊び、パロディが多く含まれています。戯作の表現手段、内容、歴史と理論は井上ひさし（1934–2010）の様々な戯曲、小説、エッセイなどで引き継がれていました。</p>
<p>そのため、井上は「新戯作者」、あるいは「昭和の戯作者」と呼ばれました。彼自身はそれを拒否し、自分自身を「偽戯作者」と呼びます。私はこの同時代の文学者が作った「新戯作者」というレッテルがどのような意味で使われているか明らかにしたいと思っています。異なる性質の作品が「戯作」と名付けられていますが、戯作はジャンルとしてどのように定義できるでしょうか。内容、あるいは文体、作家の態度が判断の基準になるのでしょうか。そして戯作がジャンルであるのなら、現代の作品に当てはめることに意味があるのでしょうか。私はこの問題に答えるために、井上ひさしの適当な作品の文献学的分析を行っています。発表ではそれらの作品と対応する近世文学作品との比較を行い、類似点と相違点を指摘したいと思います。このように、文献学は井上ひさしの文学を理解するための大事な鍵です。</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortrag im Rahmen des deutsch-japanischen Studentenworkshops an der Osaka-Universität</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2012/03/vortrag-im-rahmen-des-deutsch-japanischen-studentenworkshops-an-der-osaka-universitat/</link>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 11:53:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[»Für einen globalen Horizont der Geisteswissenschaften« heißt das Motto des Studentenworkshops mit Rednern aus drei Universitäten, die Ende März in der Osaka-Universität zusammentreffen werden. Ich stelle dort mein Dissertationsthema vor unter dem Titel: ›Shin gesaku sha‹ Inoue Hisashi to Edo bungaku 「新戯作者」井上ひさしと江戸文学 (Der ›Neue Gesaku-Literat‹ Inoue Hisashi und die Literatur der Edo-Zeit). Der Eintritt ist <a href='http://www.nora-bartels.de/2012/03/vortrag-im-rahmen-des-deutsch-japanischen-studentenworkshops-an-der-osaka-universitat/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_894" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/03/toshokan.png"><img class="size-medium wp-image-894" title="Bibliothek der Universität Osaka" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/03/toshokan-300x225.png" alt="Bibliothek der Universität Osaka" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Bibliothek der Universität Osaka</p></div>
<p>»Für einen globalen Horizont der Geisteswissenschaften« heißt das Motto des Studentenworkshops mit Rednern aus drei Universitäten, die Ende März in der Osaka-Universität zusammentreffen werden. Ich stelle dort mein Dissertationsthema vor unter dem Titel: <em>›Shin gesaku sha‹ Inoue Hisashi to Edo bungaku</em> 「新戯作者」井上ひさしと江戸文学 (Der ›Neue Gesaku-Literat‹ Inoue Hisashi und die Literatur der Edo-Zeit). Der Eintritt ist frei.</p>
<p>Datum: 27. März 2012</p>
<p>Uhrzeit: 10-19:30 (mein Vortrag: 16:40–17:20)</p>
<p>Ort: Osaka Universität, Toyonaka-Campus, Student Commons, Kaihōgata seminar shitsu</p>
<p>Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten im <a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/03/workshop_poster.pdf">Workshop-Programm</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Inhaltsverzeichnisse der Essay-Bände Inoue Hisashis</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2012/02/inhaltsverzeichnisse-der-essay-bande-inoue-hisashis/</link>
		<comments>http://www.nora-bartels.de/2012/02/inhaltsverzeichnisse-der-essay-bande-inoue-hisashis/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Feb 2012 04:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inoue Hisashi]]></category>
		<category><![CDATA[Ressourcen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nora-bartels.de/?p=878</guid>
		<description><![CDATA[Inoue Hisashis Essays wurden in zehn Bänden im Chūō kōron sha-Verlag veröffentlicht. Da es für meine Arbeit ohnehin von Nöten war, mir eine Übersicht darüber zu verschaffen und ich vermute, daß es auch für andere einen Nutzen haben könnte, poste ich hier die Inhaltsverzeichnisse. 井上ひさしのエッセイ集１－１０の目次 :: &#160; パロディ志願　エッセイ集１ Parodi shigan パロディ志願 (Der Wille zur Parodie). <a href='http://www.nora-bartels.de/2012/02/inhaltsverzeichnisse-der-essay-bande-inoue-hisashis/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_883" class="wp-caption alignleft" style="width: 223px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/02/akutô_to_yûrei_k.jpg"><img class="size-medium wp-image-883" title="Inoue Hisashis Essay-Band 7: Akutō to yūrei 悪党と幽霊 (Schufte und Gespenster). " src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/02/akutô_to_yûrei_k-213x300.jpg" alt="Inoue Hisashis Essay-Band 7: Akutō to yūrei 悪党と幽霊 (Schufte und Gespenster). " width="213" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Inoue Hisashis Essay-Band 7: Akutō to yūrei 悪党と幽霊 (Schufte und Gespenster).</p></div>
<p>Inoue Hisashis Essays wurden in zehn Bänden im Chūō kōron sha-Verlag veröffentlicht. Da es für meine Arbeit ohnehin von Nöten war, mir eine Übersicht darüber zu verschaffen und ich vermute, daß es auch für andere einen Nutzen haben könnte, poste ich hier die Inhaltsverzeichnisse.</p>
<p>井上ひさしのエッセイ集１－１０の目次<br />
<span id="more-878"></span></p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h5>パロディ志願　エッセイ集１</h5>
<p>Parodi shigan パロディ志願 (Der Wille zur Parodie). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 1. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1979.</p>
<p><strong>パロディ志願</strong></p>
<p>喜劇は権威を笑う<br />
浅草のコトバと劇場のコトバ<br />
喜劇による喜劇的自己矯正法<br />
表と裏<br />
表裏現代喜劇合戦<br />
悪口雑言戯論――ある「助六」論<br />
パロディ思案<br />
浅草の犬<br />
わが言語世界の旅<br />
冒頭の一句――私の小説作法<br />
「卑下慢」の弁<br />
パロ一アイ志願<br />
モッキンポット師――私のヒーロー<br />
意味より音を１<br />
ニセモノへの賭け<br />
喜劇的猥褻論1<br />
喜劇的猥褻論2<br />
趣向を追う<br />
地口落ちについてのメモ<br />
道化の方法<br />
ささやかな宗教改革の試み<br />
文体よ、油揚やるから飛んで来い<br />
わたしにとっての戯作<br />
「百年戦争」</p>
<p><strong>シェイクスピアは海である</strong></p>
<p>涙ながらに浅草を語れば<br />
ぼくらに思想がないという噂は本当だろうか<br />
アテゴト師たちのおもしろい劇場<br />
シェイクスピアは海である<br />
述語であり続けること<br />
この「大変さ」に見合うものを<br />
七十四歳までに五十本<br />
なにしろはじめてのことばかり<br />
意味より音を2<br />
芝居の趣向について<br />
「ひげの生えたパイプ」について<br />
いわゆる差別用語について――朝日ジャーナルの匿名批評家に寄す<br />
二通の手紙<br />
われわれの専売特許はいつまでも「呆然自失」か<br />
犬と三億円<br />
なぜ方言でなければならないのか<br />
ある魔男狩について<br />
グレゴリウス一世から日の浦姫まで</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>風景はなみだにずすれ　エッセイ集２</h5>
<p>Fūkei wa namida ni yusure 風景はなみだにゆすれ (Die Landschaft bebt in Tränen). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 2. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1979.</p>
<p><strong>言語游戯者の磁揚</strong></p>
<p>言語遊戯者の磁場――平賀源内<br />
藪原検校<br />
おかしな江戸の戯作者<br />
日本文学の滑稽について<br />
歌麿の世界<br />
狂歌・川柳の笑い<br />
書き抜き桜田門外の変<br />
猫の草紙<br />
乱世の宗教者法然と道元<br />
和楽と諷刺――狂言「武悪」を中心に</p>
<p><strong>風景はなみだにゆすれ</strong></p>
<p>一叩一推人答えず<br />
天保二年と大正六年のふたつの秋について<br />
日本語使いの達人としての賢治<br />
風景はなみだにゆすれ<br />
忘れられない本――宮沢賢治『どんぐりと山猫』<br />
北杜夫における抒情とユーモア<br />
殴られつづける主人公たち<br />
ランドローバーとしての安部文学<br />
清張文学  魅力のすべて<br />
月並み常套句と金芝河</p>
<p>＊</p>
<p>北杜夫『船乗りクプクプの冒険』<br />
北杜夫『高みの見物』<br />
星新一『おみそれ社会』カイセツ<br />
広瀬正『鏡の国のアリス』<br />
丸谷才一訳のジェローム・K・ジェローム『ボートの三人男』<br />
多田道太郎『遊びと日本人』<br />
山口昌男『道化の民俗学』<br />
田原総一朗『大統領を知らない人たち』<br />
高橋康也『ノンセンス大全』</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>ジャックの正体　エッセイ集３</h5>
<p>Jakku no shōtai ジャックの正体 (Jacks wahres Gesicht). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 3. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1979.<br />
<strong>ジャックの正体</strong></p>
<p>かつて魚と鉄が戦っていた<br />
レイダンボウカン<br />
若者文化とテレビ――台本作家の「待罪書」<br />
テレビという名の他人様<br />
「ラスト・タンゴ・イン・パリ」<br />
食後のつぶやき<br />
検察官への逆告発<br />
ある保守的文化人への手紙<br />
人間ドック体験記<br />
狂歌元年――一九七四年を跡づけて<br />
ドン松五郎テレビを語る<br />
高校野球大会初日観戦記<br />
空手映画と田中たち<br />
お道化者殺し――わが川中角栄論<br />
法と作物<br />
学力のかわりに能力を<br />
なぜ外国語が話せないのかについて<br />
「海外へ」と「海内に」について<br />
憲法を生きて――破られた戦力放棄と議会民主主義<br />
参院選の公約むなし――社会党への恋文<br />
晋のセンス今いずこ<br />
エンについて<br />
ジャックの正体</p>
<p><strong>歴史は地理にかなわない</strong></p>
<p>歴史は地理にかなわない<br />
オーストラリア通信</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>さまざまな自画像　エッセイ集４</h5>
<p>Samazama na jigazō さまざまな自画像 (Verschiedene Selbstportraits). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 4. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1979.</p>
<p><strong>さまざまな自画像</strong></p>
<p>恐怖症者の自己形成史<br />
＊<br />
名前について<br />
浅草と直木賞と私<br />
道元の洗面<br />
『正法眼蔵』<br />
下戸の屍理屈<br />
コンチキ・バンバン<br />
脱線余暇論<br />
罐詰体質について<br />
わが蒸発始末記<br />
愛は時を喰う<br />
わがマイホーム遍歴<br />
自画自讃<br />
主題歌<br />
＊<br />
わがアイデア母さん</p>
<p><strong>現代歌情</strong></p>
<p>「また逢う日まで」<br />
「とても不幸な朝が来た」<br />
「浪曲一代」<br />
「涙から明日へ」<br />
「港の別れ唄」<br />
「お金をちょうだい」<br />
民謡<br />
「個人授業」</p>
<p><strong>淋しい餓鬼大将</strong></p>
<p>淋しい餓鬼大将<br />
シュシュシュシュシュ<br />
最良の意味の「先生」――宇野誠一郎<br />
憎いあいつ――藤本義一<br />
歌手野坂昭如<br />
天才アカボン――赤塚不二夫<br />
芸者遊び<br />
女房の面の皮千枚張り――ことわざ・川柳にみる女の一生<br />
気に入らない銀座<br />
都と東北との関係につい℃<br />
カントとフロイト<br />
捨て子</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>聖母の道化師　エッセイ集５</h5>
<p>Seibo no dōkeshi 聖母の道化師 (Der Clown Mutter Gottes). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 5. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1981.</p>
<p>聖母の道化師</p>
<p><strong>ひろがる世界、さまざまな言葉</strong></p>
<p>ひろがる世界、さまざまな言葉<br />
私のことば史抄<br />
＊<br />
わが罪状<br />
私の道元禅師<br />
夢の逃げ足<br />
計画狂の背理<br />
獲物を待ちつつ<br />
キャスリーおじさんのことなど<br />
わが町市川<br />
市川での土方歳三<br />
鴻ノ台だより1<br />
鴻ノ台だより2<br />
「二人でお酒を」――現代歌情</p>
<p><strong>地図ゲーム</strong></p>
<p>地図ゲーム<br />
珍案非特許井上式年表の作り方<br />
＊<br />
旅人宿長崎屋のこと<br />
キク月水<br />
賢治の上京<br />
読書日録<br />
雑誌と私</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>遅れたものが勝ちになる エッセイ集６</h5>
<p>Okureta mono ga kachi ni naru 遅れたものが勝ちになる (Zu spät sein führt zum Sieg). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 6. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1989.</p>
<p><strong>遅れたものが勝ちになる</strong></p>
<p>日本語<br />
「個人的見解」への個人的見解<br />
希望の制度<br />
戦後史をどこからはじめるのか<br />
私家版憲法読本<br />
遅れたものが勝ちになる<br />
老＝若・男＝女の対称性<br />
＊<br />
百年後の古典は……<br />
みごとな音の構築<br />
百年の日本人「夏目漱石」<br />
カナシイ夜は「賢治全集」<br />
道元の言語世界<br />
＊<br />
ブロードウエイ仕事日記</p>
<p><strong>架空インタビュー</strong></p>
<p>樋口一葉に聞く<br />
宮沢賢治に聞く<br />
石川啄木に聞く</p>
<p><strong>すぽーつ・ふらすとれいてっど</strong></p>
<p>ボールの行方<br />
ゴルフについての悪口<br />
審判のマバタキ<br />
片目の名ショート<br />
重力の問題<br />
運動選手のハイヒール<br />
一拍子の名選手<br />
地方リーグはいかが<br />
かくし球効果<br />
科学野球はゴメンこうむる<br />
巨人ぎらいの年表<br />
一九八一年の若武者たち<br />
投手と打者との関係について<br />
ジャパニーズ本塁打</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>悪党と幽霊 エッセイ集７</h5>
<p>Akutō to yūrei 悪党と幽霊 (Schufte und Gespenster). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 7. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1989.</p>
<p><strong>悪党と幽霊</strong></p>
<p>芸談スクラップ<br />
双子花瓶の話<br />
世は「平等」ばやり――私の“ぶんか論”<br />
生きた教材――貿易摩擦<br />
人びとのことばを――アジア・アフリカ・ラテンァメリカ文化会議に参加して<br />
二十一世紀へのバイブル<br />
だれのための教育か<br />
私の教科書検定論――復古調『高校日本史』を読んで<br />
＊<br />
彼の前に帽子を脱ぐ理由<br />
銀座礼讃<br />
日本の「文化感知器」――有楽町にまた人が湧いてきた<br />
私の転機――米屋の奥さんの足音<br />
クリスマスの思い出<br />
はじめての万年筆<br />
ファッションと私<br />
本とわたし<br />
銭<br />
木村教信者の弁<br />
キャンベラの司馬さん<br />
最前衛を突っ走った夷斎先生<br />
＊<br />
悪党と幽霊<br />
児童文学名作全集解説<br />
昭和庶民伝三部作を書き終えて</p>
<p><strong>前口上</strong></p>
<p>小林一茶<br />
改稿雑感――新・道一兀の冒険<br />
「ことばを預かる質屋」の意味――国語事件殺人辞典<br />
大芭蕉と小芭蕉――芭蕉通夜舟<br />
小沢昭一の二つの冒険――唐来参和<br />
楽天家諸氏に脱帽――キネマの天使<br />
＊<br />
日本人のへそ<br />
きらめく星座<br />
國語元年<br />
イーハトーボの劇列車<br />
泣き虫なまいき石川啄木<br />
花よりタンゴ<br />
雨<br />
闇に咲く花<br />
雪やこんこん<br />
長屋の仇討</p>
<p><strong>軽演劇の時間</strong></p>
<p>演ずるバリ島<br />
軽演劇の時間</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>死ぬのがこわくなくなる薬　エッセイ集８</h5>
<p>Shinu no ga kowakunaku naru kusuri 死ぬのがこわくなくなる薬 (Medizin gegen Angst vor dem Sterben). Essei shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 8. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1993.</p>
<p><strong>母君の遺し給ひし言葉</strong></p>
<p>受難らしきもの<br />
母君の遺し給ひし言葉<br />
遅まきながら楽典を<br />
少年詩人の勘定書<br />
外国語<br />
ある少女の二年間<br />
別冊で思い出すこととなると<br />
コトバの溶鉱炉<br />
国語辞典の中の一生<br />
新しい辞典の噂<br />
現在望み得る最上かつ最良の文章上達法とは<br />
ワープロは日本語を変えたか</p>
<p><strong>死ぬのがこわくなくなる薬</strong></p>
<p>病院渡り者<br />
死ぬのがこわくなくなる薬<br />
私のとっておきの話<br />
きたない話<br />
面会時間<br />
私の名探偵――ブラウン神父<br />
日常に革命的風穴をあけた品々の歴史――『モノ誕生「いまの生活」』<br />
山形城――旅人だった山形の城主たち<br />
「道場破り」をしながら旅をした遊歴算家――『和算家の旅日記』<br />
好きな道――柳橋一丁目<br />
＊<br />
府中市に足を向けて寝られない話<br />
ある夏の思い出<br />
野田秀樹の三大技法――『野獣降臨』<br />
八重子さんの戦さ<br />
三留理男さんのこと――『凱餓』<br />
負け惜しみでいうのではない<br />
プログラムへの執筆回避願い状<br />
吉川英治と私<br />
理想の空間<br />
島田歌穂十讃<br />
講堂映画会の夜<br />
イツモ静カニ笑ッテヰル<br />
決定版までの二十年――『十一ぴきのネコ』<br />
中村岩五郎に辿りつくまで<br />
スミマセン</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>文学強盗の最後の仕事　エッセイ集９</h5>
<p>Bungaku gōtō saigo no shigoto 文学強盗の最後の仕事 (Die letzte Tat des Literaturräubers). Essei Shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 9. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1994.</p>
<p><strong>文学強盗の最後の仕事</strong></p>
<p>坊っちゃん、漱石先生を語る<br />
淋しいという基調音<br />
漱石との対話の、ごく一部分<br />
フウ<br />
解説にかえて――『あちゃらかばいッ』<br />
先生が汽車をとめた話<br />
人文一致のひと<br />
昭和二十二年の井伏さん<br />
談林俳譜<br />
一葉の財産<br />
接続詞「ところが」による菊池寛小伝<br />
『父帰る』後日讃<br />
車寅次郎氏の変質<br />
二人の筆ノ人に感謝する――堀田善衛『定家明月記私抄』を読む<br />
魯迅の講義ノート<br />
文学強盗の最後の仕事<br />
シェイクスピア――私の・選んだ・文庫・ベスト3<br />
一人二役ということについて<br />
これこそ真の現代語訳という凄い仕事――『桃尻語訳・枕草子』<br />
形容詞「をかし」について<br />
ニンゲンの可能性はすごい――わたしの観戦記<br />
胸のマークを読み替えて<br />
スワローズ・ファンになった理由</p>
<p><strong>前口上</strong></p>
<p>しみじみ日本・乃木大将<br />
十一ぴきのネコ<br />
イーハトーボの劇列車<br />
シヤンハイムーン――前口上にかえて<br />
日本人のへそ<br />
雪やこんこん<br />
人間合格<br />
人間合格――再演にあたって<br />
＊<br />
この劇を観てくださろうとしているお客様方へ――『イーハトーボの劇列車』<br />
一生分のエネルギー――『日本人のへそ』<br />
すべては劇場で――『人間合格』<br />
賢治の祈り<br />
一茶との一夜<br />
はじめに――『ああ幕があがる』<br />
日本の仇討</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<h5>餓鬼大将の論理　エッセイ集１０</h5>
<p>Gakidaishō no ronri 餓鬼大将の論理 (Die Logik des schlimmsten Lausbubs). Essei Shū エッセイ集 (Essay-Sammlung) 10. Tokyo: Chūō kōron sha 中央公論社, 1994.</p>
<p><strong>餓鬼大将の論理</strong></p>
<p>支配人物語<br />
作曲家バッター氏のこと<br />
ロンドンで考えたこと<br />
ロンドンの二日間<br />
心の内昭和は続く<br />
指数と視点<br />
コメ不足は人災<br />
新しいことばを<br />
大自然からの勘定書――『地球を救え』<br />
どんな自由化論者も論破は無理だ――『「新みずほの国」構想』<br />
『いま、米について。』解説<br />
好きで嫌いで好きなアメリカ<br />
絶対の相対化を<br />
あまりの阿呆らしさに<br />
餓鬼大将の論理<br />
ふたつの道<br />
それからの「吉里吉里国」<br />
フランス流バカンスの秘密<br />
キンキラ日本の組織標本</p>
<p><strong>闇の消失</strong></p>
<p>誰が彼女を殺したのか――『マリリン・モンロー最後の17週』<br />
英雄伝説・黄金伝説が生きる街――『ブロードウェイ物語』<br />
米国人の行動言語から解く見事さ――『アメリカ200のキーワード』<br />
みるみる生き返る読み手の「雑学」――『経済発展と民主主義』<br />
底深い凄味ぴかぴか光る書評集――『週刊図書館40年』<br />
「日々難渋也」…心休まる励まし――『全日記小津安二郎』<br />
『愛される理由』解説<br />
夢の昇格――『夢の木坂分岐点』<br />
「われわれ」と「彼等」<br />
松本清張「湖畔の人」の文体<br />
こんな生活<br />
『この国のかたち』のかたち<br />
＊<br />
め・芽・眼<br />
ビデオ漬け<br />
映画だけは飯の種にすまい、と心にきめて生きてきた<br />
闇の消失<br />
読売演劇大賞によせて<br />
演劇をつづける理由</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Was hier geschieht, wenn hier nichts geschieht</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 11:50:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Edo-Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Inoue Hisashi]]></category>
		<category><![CDATA[Methodik]]></category>

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		<description><![CDATA[In den nächsten zwei Jahren forsche ich an der Universität Osaka für mein Dissertationsthema, das den Arbeitstitel »Gesaku im Schaffen japanischer Schriftsteller der Gegenwart: Inoue Hisashis Beschäftigung mit der Literatur der späten Edo-Zeit« trägt. Genauer geht es dabei um folgendes: Gesaku, »im Scherz gemacht«, ist ein Überbegriff für verschiedene Arten von Prosa der mittleren und späten <a href='http://www.nora-bartels.de/2012/02/was-hier-geschieht-wenn-hier-nichts-geschieht/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/02/doktorfisch.png"><img class="alignright size-full wp-image-870" title="Doktorfisch" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/02/doktorfisch.png" alt="Doktorfisch" width="100" height="93" /></a>In den nächsten zwei Jahren forsche ich an der Universität Osaka für mein Dissertationsthema, das den Arbeitstitel »Gesaku im Schaffen japanischer Schriftsteller der Gegenwart: Inoue Hisashis Beschäftigung mit der Literatur der späten Edo-Zeit« trägt. Genauer geht es dabei um folgendes:</p>
<p><span id="more-869"></span></p>
<p><em>Gesaku</em>, »im Scherz gemacht«, ist ein Überbegriff für verschiedene Arten von Prosa der mittleren und späten Edo-Zeit (1603–1868), die häufig durch einen komplexen Aufbau, Humor und phantasievollen Umgang mit der Sprache gekennzeichnet ist und teilweise obrigkeitskritische Züge trägt. Berühmte Vertreter sind Hiraga Gennai (1728–1780), Santō Kyōden (1761–1816), Jippensha Ikku (1765–1831) und viele weitere. Mit der einsetzenden Meiji-Restauration (ab 1868) wurde diese Literaturform in den Hintergrund gedrängt; die literarische Welt veränderte sich durch den gesellschaftlichen Wandel und westliche Einflüsse; ein ernster Stil setzte sich durch.</p>
<p>Als banal oder vulgär betrachtet, erfuhr <em>gesaku</em> bis heute wenig wissenschaftliche Behandlung. Die Wiederentdeckung begann in der westlichen Forschungsliteratur in den späten siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts. In Japan tauchte der Begriff seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verstärkt im Zusammenhang mit einigen zeitgenössischen Schriftstellern auf. Autoren wie Sakaguchi Ango (1906–1955), Nagai Kafū (1879–1959), Kawaguchi Matsutarō (1899–1985), Ishikawa Jun (1899–1987), Inoue Hisashi (1934–2010) oder Tsutsui Yasutaka (1934) wurden von Literaturwissenschaftlern als »Neue <em>gesaku</em>-Schriftsteller« (<em>shin gesakusha</em>) bezeichnet.</p>
<p>Im Mittelpunkt meiner Untersuchung steht die Frage, welche Kontinuitäten und Brüche es in einer Gattung gibt, die von der Literaturgeschichte eindeutig der Frühen Neuzeit zugeordnet wird, die aber in neuer Form in der Literatur der Nachkriegszeit und der Gegenwart eine wichtige Rolle spielt. Sind inhaltliche oder stilistische Merkmale ausschlaggebend für diese Charakterisierung? Welche Anleihen haben Schriftsteller der jüngsten Vergangenheit und Gegenwart der <em>gesaku</em>-Literatur genommen und welche Funktionen erhalten diese in ihren Werken? Um diese Fragen zu beantworten, sollen die Werke der sogenannten Neuen <em>gesaku</em>-Schriftsteller inhaltlich, rhetorisch, stilistisch und rezeptionshistorisch analysiert werden.</p>
<p>Unter ihnen hat sich Inoue Hisashi besonders intensiv mit der <em>gesaku</em>-Literatur auseinandergesetzt und Elemente daraus in sein Werk einfließen lassen. Die Traditionslinien seines vielfältigen theoretischen und literarischen Schaffens und die darin enthaltenen intertextuellen Bezüge zur <em>gesaku</em>‑Literatur aufzudecken und historisch-literaturwissenschaftlich zu erschließen ist ein weiteres Ziel meiner Dissertation. Dabei soll Inoue in der zeitgenössischen Literaturszene verortet und zu anderen Schriftstellern in Beziehung gesetzt werden, denen ebenfalls das Etikett »Neuer <em>gesaku</em>-Schriftsteller« angeheftet wurde.</p>
<p>Für eine Untersuchung dieser Art ist Inoue prädestiniert, da er in seiner Prosa nicht nur edo-zeitliche Erzählformen und Fabeln aufgreift, sondern sich in seinem kreativen Umgang mit der japanischen Sprache auch populärer Stilmittel dieser Zeit bedient, wie zum Beispiel Wortspielen (<em>goroawase</em> oder<em> dajare</em>) oder Aneinanderreihungen thematisch zusammengehöriger Motive (<em>monozukushi </em>oder <em>fukiyose no jutsu</em>). Genauso tauchen Anspielungen auf klassische Texte (<em>koten no mojiri</em>), die Parodie klischeehafter Standardausdrücke (<em>tsukinami goku no tayō</em>) und Bezüge auf Figuren und Ereignisse der jüngeren japanischen Vergangenheit immer wieder auf. Darüber hinaus hat Inoue eine Vielzahl an Essays<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> und Interviews hinterlassen, in denen er sich mit der <em>gesaku</em>-Literatur und einzelnen Autoren beschäftigte.</p>
<p>Inoues Dramen, Erzählungen, Romane und Essays gehören in Japan zu der meistgelesenen Literatur der Nachkriegszeit und wurden mit einer Reihe von Preisen ausgezeichnet.<a title="" href="#_ftn2">[2]</a> Trotz seines umfangreichen Werks, seiner Popularität wie auch seiner prominenten Rolle in der Literaturszene (unter anderem als Vorsitzender des japanischen P.E.N.-Zentrums und als Mitglied der Akademie der Künste) ist er bisher nur selten übersetzt<a title="" href="#_ftn3">[3]</a> und wenig erforscht.</p>
<p>Die Arbeit ist philologisch-literaturhistorisch angelegt. In einem ersten Schritt sollen Merkmale und Besonderheiten der edo-zeitlichen <em>gesaku</em>-Literatur erläutert werden, um auf dieser Basis im zweiten Teil zu zeigen, welche stilistischen und inhaltlichen Parallelen zwischen der Literatur der Edo-Zeit und dem Schaffen der ausgewählten Schriftsteller bestehen. Im Vordergrund des dritten Abschnitts steht Inoues Literaturtheorie, die vor allem in Form von Interviews und Essays vorliegt. Darin soll auch gezeigt werden, was Inoues Werke von denen der <em>Gesaku</em>-Literatur unterscheidet sowie in welcher Weise sie mit<em> </em>Inoues Theorie in Beziehung stehen bzw. ob auch andere, in seinen theoretischen Aufsätzen nicht explizit erwähnte Vorstellungen sichtbar werden.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>::</strong></p>
<div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Über den wahren Geist von <em>gesaku</em>: »Kyōfushōsha no jiko keisei shi 恐怖症者の自己形成史« (Die Geschichte der Selbst-Gestaltung eines Phobikers), 1977 und »Watashi ni totte no gesaku 私にとっての戯作« (Was <em>gesaku</em> für mich bedeutet), 1978. Zu klassischen Elementen von <em>gesaku</em>: »Kensatsukan e no gyaku kokuhatsu 検察官の逆告発« (Gegenklage an den Staatsanwalt), 1974. Definition des Begriffs <em>parodei</em> in »Parodei shian パロデイ思案« (Gedanken über die Parodie), 1971, »Parodei shigan パロデイ志願« (Der Wille zur Parodie), 1971. Selbstdefinition Inoues im Kontrast zu <em>gesaku</em>-Literaten der Edo-Zeit in: »Kigeki ni yoru kigekiteki jiko kyōseihō 喜劇による喜劇的自己矯正法« (Die komische Methode der komischen Selbstberichtigung), 1971.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Naoki-Preis 1972, Yomiuri Bungaku-Preis 1981, Nihon SF Taishō-Preis 1981, Seiun-Preis 1982, Tanizaki-Junichirō-Preis 1991 u.a.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Meines Wissens liegen bisher folgende Übersetzungen in westliche Sprachen vor: Deutsch: <em>Die Tage mit Vater. Theaterstück</em> (<em>Chichi to kuraseba</em>), Übers. Isolde Asai; <em>Shakespeare als interkulturelle Schnittstelle am Beispiel einer kommentierten Übersetzung von Inoue Hisashis »Tenpō Jūninen no Sheikusupia«</em>, Übers. Nina Olligschläger (unveröffentlicht); <em>Inoue Hisashi: Kalter Krieg</em>, (Szene aus <em>Shōgeki Zenshū</em>) Übers. Stanca Scholz-Cionca. Englisch: <em>Makeup</em> (<em>Keshō</em>), Übers. Horie Akemi; <em>Boon and Phoon</em> (<em>Bun to fun</em>), Übers. Roger Pulvers; <em>My Friend Frois </em>(<em>Waga Tomo Frois Nesko</em>), Übers. Roger Pulvers. Französisch: <em>Je vous écris: roman</em> (<em>J</em><em>ūninin no tegami</em>), Übers. Karine Chesneau; <em>Maquillages</em> (<em>Keshō</em>), Übers. Patrick De Vos. (Stand April 2010)</p>
</div>
</div>
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		<title>Vortrag auf dem 15. Japanologentag in Zürich</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2012/01/vortrag-auf-dem-15-japanologentag-in-zurich/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 11:35:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nora-bartels.de/?p=856</guid>
		<description><![CDATA[Inzwischen steht das vorläufige Programm des 15. Japanologentages fest, der vom 28. bis 30. August in Zürich stattfinden wird. Im Rahmen der Sektion »Literatur I – Die Zukunft der Philologie«, geleitet von Frau Prof. Árokay und Herrn Prof. Quenzer, spreche ich am 29. August zu meinem Dissertationsthema »Gesaku im Werk von Inoue Hisashi«. Ich bin <a href='http://www.nora-bartels.de/2012/01/vortrag-auf-dem-15-japanologentag-in-zurich/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_857" class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/01/zuerich-hauptgeb.jpg"><img class=" wp-image-857  " title="Zürich Hauptgebäude" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/01/zuerich-hauptgeb-300x204.jpg" alt="Zürich Hauptgebäude" width="192" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Zürich Hauptgebäude</p></div>
<p>Inzwischen steht das vorläufige <a title="Programm des 15. Japanologentages" href="http://www.zuerich.japanologentag.org/index.php" target="_blank">Programm des 15. Japanologentages</a> fest, der vom 28. bis 30. August in Zürich stattfinden wird. Im Rahmen der Sektion »Literatur I – Die Zukunft der Philologie«, geleitet von Frau Prof. Árokay und Herrn Prof. Quenzer, spreche ich am 29. August zu meinem Dissertationsthema »Gesaku im Werk von Inoue Hisashi«. Ich bin gespannt auf die anderen Vorträge freue mich auf einen Ausflug in den milden europäischen Sommer.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Fritz Kummer: Eines Arbeiters Weltreise &#8211; Japan</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Jan 2012 03:14:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezensionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nora-bartels.de/?p=841</guid>
		<description><![CDATA[Reiseberichte aus alter Zeit sind bekanntermaßen eine wichtige Quelle japanologischer Forschung. Fritz Kummer, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Japan bereiste, kann nicht mit einem besonders alten Bericht bestechen. Es lohnt sich trotzdem, einen Blick in seine Aufzeichnungen zu werfen, denn die Perspektive ist zur damaligen Zeit einmalig: Mit nur einem geringen Startkapital ausgestattet, beging <a href='http://www.nora-bartels.de/2012/01/fritz-kummer-eines-arbeiters-weltreise-japan/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_843" class="wp-caption alignright" style="width: 208px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/01/kummer.jpg"><img class="size-medium wp-image-843" title="Fritz Kummer: Eines Arbeiters Weltreise" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/01/kummer-198x300.jpg" alt="Fritz Kummer: Eines Arbeiters Weltreise" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Fritz Kummer: Eines Arbeiters Weltreise</p></div>
<p>Reiseberichte aus alter Zeit sind bekanntermaßen eine wichtige Quelle japanologischer Forschung. Fritz Kummer, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Japan bereiste, kann nicht mit einem besonders alten Bericht bestechen. Es lohnt sich trotzdem, einen Blick in seine Aufzeichnungen zu werfen, denn die Perspektive ist zur damaligen Zeit einmalig: Mit nur einem geringen Startkapital ausgestattet, beging er eine Weltreise, die er sich über Arbeit in verschiedenen Fabriken und Kontakte aus der Arbeiterbewegung finanzierte. Dabei hat er Einblick in das Leben anderer Arbeiter und sozialistische Organisationen, ab und zu auch unfreiwilligen Kontakt mit der Polizei. In Japan zeigt er die Arbeitsbedingungen der Ärmsten auf wird nach Yoshiwara, dem Rotlichtbezirk Tokyos, eingeladen.</p>
<p><span id="more-841"></span></p>
<blockquote><p>Mein Tokioer Hauswirt gilt in seinen Kreisen als ein geistig weit fortgeschrittener Mann. Er ist ein tüchtiger Arbeiter und wackerer Sozialdemokrat. Seine Familie bietet ein prächtiges Bild häuslichen Glückes. Ein böses Wort habe ich ihn in den langen Wochen meiner Anwesenheit weder seiner Frau, noch Mutter oder Kindern sagen hören. Der jungen Frau wurde von der Schwiegermutter nirgends dreingeredet, und ihr Gatte stand ihr allzeit hilfsbereit zur Seite. Aber dieses Muster von einem fortgeschrittenen japanischen Ehemann hielt es auch für selbstverständlich, daß ihn das Weibchen gehorsamst lächelnd an die Tür begleitete, wenn immer er auszugehen beliebte; daß sie ihn freundlichst empfing, wenn er, ganz gleich zu welcher Zeit, heimzukommen geruhte.</p>
<p>Eines Abends bat ich ihn, mich nach Joschiwara, der Liebesstadt Tokios, zu begleiten. Ich schärfte ihm ein, seiner Frau um keinen Preis das Ziel unseres Ausganges anzudeuten. Diese Vorsicht muß er eines Ehemannes unwürdig gehalten haben, denn er ging spornstreichs zu seiner Frau und teilte ihr unser Vorhaben mit. Er fand es nicht mehr als in Ordnung, daß sie sich emsig an die Vorbereitung seiner Kleidung machte und uns beim Fortgang mit freundlichem Lächeln an die Türe geleitete. Ich hielt mich durch diese Freundlichkeit zu Dankesworten verpflichtet. Das Grinsen meines Begleiters schien sagen zu wollen: wie rückständig, wie unmännlich ihr Europäer doch seid!</p></blockquote>
<p>Kummers Text ist eine Mischung zwischen angelesenem und erfragtem Wissen, das er zum Vortrag über das Land nutzt, und anekdotenhaft dargebrachten persönlichen Erlebnissen, von denen beide Teile den heutigen Japanbesucher bisweilen stutzen machen, weil sich, obwohl sich in den vergangenen 100 Jahren so vieles verändert hat, doch auch so vieles scheinbar gar nicht veränderte.</p>
<p>Da sein Text inzwischen nicht mehr copyrightgeschützt ist, stelle ich ihn hier gescannt zur Verfügung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2012/01/Fritz-Kummer_Eines-Arbeiters-Weltreise.pdf">Fritz-Kummer_Eines-Arbeiters-Weltreise</a> (PDF)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus: Fritz Kummer: Eines Arbeiters Weltreise, Leipzig 1986.</p>
<p>Mehr zum Thema:</p>
<p>Groschopp, Horst: Der „proletarische Weltbürger“ Fritz Kummer. Zur deutschen Arbeiterreiseliteratur bis 1933. In: Weimarer Beiträge, Berlin 31(1985)12, S. 2025-2043.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Little Boy &#8211; Big Taifoon in Berlin</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2012/01/little-boy-big-taifoon/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jan 2012 08:51:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inoue Hisashi]]></category>

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		<description><![CDATA[Natürlich passiert das jetzt, wo ich nicht mehr in Deutschland bin: Das Deutsche Theater in Berlin inszeniert Inoue Hisashis »Little Boy – Big Taifoon«, ein Stück, das bereits in Hannover auf europäischen Bühnen uraufgeführt wurde. (Dort wird auch interessantes Lehrmaterial dazu bereitgestellt.) Am 3. März ist Premiere – ich hoffe auf Rezensionen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich passiert das jetzt, wo ich nicht mehr in Deutschland bin: Das <a title="Little Boy - Big Taifoon" href="http://www.deutschestheater.de/spielplan/little_boy_big_taifoon/" target="_blank">Deutsche Theater in Berlin inszeniert Inoue Hisashi</a>s »Little Boy – Big Taifoon«, ein Stück, das bereits in Hannover auf europäischen Bühnen uraufgeführt wurde. (Dort wird auch interessantes <a title="Lehrmaterial" href="http://www.schauspielhaus-hannover.de/schauspiel/uploads/Theaterpaedagogik/Lehrmaterial%20Little%20Boy.pdf" target="_blank">Lehrmaterial</a> dazu bereitgestellt.)<br />
Am 3. März ist Premiere – ich hoffe auf Rezensionen!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Santō Kyōdens »Kimyō zui« in der Vorlesung von Prof. Nobuhiro Shinji</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2011/12/santo-kyodens-kimyo-zui/</link>
		<comments>http://www.nora-bartels.de/2011/12/santo-kyodens-kimyo-zui/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 12:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Edo-Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.nora-bartels.de/?p=823</guid>
		<description><![CDATA[Vom 19. bis 22. Dezember hielt der emiritierte Professor der Tōkyō-Universität, Nobuhiro Shinji 延広真治, an der Universität Osaka eine Intensiv-Vorlesung über Santō Kyōdens »Kimyō zui« 『奇妙図彙』. Das Buch enthält, nach einer kurzen Einleitung, eine Reihe Bilderrätsel, die aus Schriftzeichen oder alltäglichen Gegenständen in ungewohnter Perspektive entstanden sind und immer eine intelligente Wendung enthalten. Dem Gesaku-Schriftsteller <a href='http://www.nora-bartels.de/2011/12/santo-kyodens-kimyo-zui/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_829" class="wp-caption alignleft" style="width: 229px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/12/kimyozui-k1.jpg"><img class="size-medium wp-image-829" title="Auf den ersten Blick sieht man den Wachturm von Yoshiwara - der zweite Blick enthüllt ein Stück Tofu in einer Schale" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/12/kimyozui-k1-219x300.jpg" alt="Auf den ersten Blick sieht man den Wachturm von Yoshiwara - der zweite Blick enthüllt ein Stück Tofu in einer Schale" width="219" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Auf den ersten Blick sieht man den Wachturm von Yoshiwara - der zweite Blick enthüllt ein Stück Tofu in einer Schale</p></div>
<p>Vom 19. bis 22. Dezember hielt der emiritierte Professor der Tōkyō-Universität, Nobuhiro Shinji 延広真治, an der Universität Osaka eine Intensiv-Vorlesung über Santō Kyōdens »Kimyō zui« 『奇妙図彙』. Das Buch enthält, nach einer kurzen Einleitung, eine Reihe Bilderrätsel, die aus Schriftzeichen oder alltäglichen Gegenständen in ungewohnter Perspektive entstanden sind und immer eine intelligente Wendung enthalten. <span id="more-823"></span></p>
<p>Dem Gesaku-Schriftsteller Kyokutei Bakin war es nicht gelungen, mit seinen auf Edo (heute Tokyo) ausgerichteten Büchern auch Leser in Kyoto zu gewinnen. Sein Zeitgenosse Kyōden, dem eine Konkurrenz mit ihm nachgesagt wird, versuchte, mit diesem auf Bildspielen basierendem Gesaku-Werk die kulturelle Entfernung zu überbrücken.</p>
<p>Wie Prof. Nobuhiro demonstrierte, steckt hinter jedem der Bilder nicht nur das bloße Rätsel, sondern ist jede Seite mit zahlreichen Anspielungen und Verweisen gespickt, zu deren Aufdeckung tiefgründiges Wissen um die Edo-Sitten und -Schauplätze und um klassische Werke und Schriften aus Kyōdens Lebzeiten von Nöten sind. So neigte sich für die Erklärung einer einzigen Seite nicht selten eine ganze Stunde ihrem Ende zu. Mir zeigte die Vorlesung vor allem, wie weit man davon entfernt ist, in der nicht-japanischen Japanologie Gesaku-Werke begreifen zu können: Um ein erstes zu verstehen, benötigt man schon die Kenntnis der anderen, mit denen es im Austausch steht.</p>
<p><a title="Kimyo Zui auf dem Waseda-Server" href="http://www.wul.waseda.ac.jp/kotenseki/html/he13/he13_02822/index.html" target="_blank">Photographien des Buches</a> lassen sich auf der Webseite der Waseda-Universität herunterladen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Kurze Sendepause</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2011/07/sendepause/</link>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 16:32:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kuriosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle Leser möchte ich um Entschuldigung für die anhaltende Pause bitten &#8211; wir haben eine kleine private Veränderung im Haus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Leser möchte ich um Entschuldigung für die anhaltende Pause bitten &#8211; wir haben eine kleine private Veränderung im Haus.</p>
<p><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/07/muede.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-811" title="Sohn" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/07/muede-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
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		<title>Inoue Hisashi – Kleiner biographischer Überblick</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2011/06/inoue-hisashi-kleiner-biographischer-uberblick/</link>
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		<pubDate>Tue, 07 Jun 2011 20:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Inoue Hisashi]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Name Inoue Hisashi wird in diesem Journal öfter fallen, doch ist er sicherlich nicht jedem Leser geläufig. Möchte man erfahren, wer das eigentlich ist, so – hilft einem auch diese kleine Biographie nicht weiter. Aber irgendwo muß der Anfang gemacht werden, und ein Überblick über sein Leben ist vielleicht nicht der schlechteste: Inoue Hisashi <a href='http://www.nora-bartels.de/2011/06/inoue-hisashi-kleiner-biographischer-uberblick/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_739" class="wp-caption alignright" style="width: 245px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/06/inoue-karte-inoue11.png"><img class="size-medium wp-image-739" title="Stationen aus Inoues Leben" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/06/inoue-karte-inoue11-235x300.png" alt="Stationen aus Inoues Leben" width="235" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Stationen aus Inoues Leben</p></div>
<p>Der Name Inoue Hisashi wird in diesem Journal öfter fallen, doch ist er sicherlich nicht jedem Leser geläufig. Möchte man erfahren, wer das eigentlich ist, so – hilft einem auch diese kleine Biographie nicht weiter. Aber irgendwo muß der Anfang gemacht werden, und ein Überblick über sein Leben ist vielleicht nicht der schlechteste:</p>
<p>Inoue Hisashi 井上 ひさし<sup><a href="http://www.nora-bartels.de/2011/06/inoue-hisashi-kleiner-biographischer-uberblick/#footnote_0_733" id="identifier_0_733" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Inoues Pseudonyme sind Uchiyama Hisashi 内山廈 und Chihitsudou 遅筆堂. Sein Geburtsname schreibt sich 井上廈 (Inoue Hisashi).">1</a></sup> wurde 1934 in Komatsu (heute Kawanishi) in der Präfektur Yamagata im Norden der größten japanischen Hauptinsel geboren. Als er vier Jahre alt war, starb sein Vater und seine Mutter gab ihren Sohn in ein christliches-baptistisches Waisenhaus in der Präfektur Miyagi. Die aufopferungsvolle Pflege der Kinder durch die Mönche beeindruckte Inoue tief und floß auch in sein Werk ein.</p>
<p>In seiner Oberschule in Sendai nahm er an den Aktivitäten der Schülerzeitung teil. Nach seinem Abschluß bewarb er sich bei unterschiedlichen Universitäten, zu denen er jedoch entweder nicht zugelassen wurde oder die Studiengebühren nicht bezahlen konnte. Schließlich vermittelte ihn ein Priester des Waisenhauses an die katholische Sophia-Universität in Tokyo, wo er zunächst Deutsch studierte. Davon jedoch unbefriedigt, machte er eine zweijährige Pause, um in der Präfektur Iwate zu arbeiten. Zwischenzeitlich von dem Vorhaben besessen, Medizin zu studieren, kehrte er nach weiteren erfolglosen Aufnahmeprüfungen an die Sophia-Universität zurück und welchselte dort seine Fachrichtung zu Französisch.</p>
<p><span id="more-733"></span></p>
<p>Noch vor seiner Graduierung schrieb er für u.a. das Striptheater Furansu-za in Tokyo-Asakusa Drehbücher und kam dort mit verschiedenen Männern in Kontakt, die ebenfalls später Größen der Schriftstellerei wurden.</p>
<p>Zusammen mit Yamamoto Morihisa arbeite er nach seinem Abschluß beim Fernsehen und schrieb Drehbücher für die Puppen-Animation <em>Hyokkori hyōtan jima</em> ひょっこりひょうたん島, die ab April 1964 fünf Jahre mit viel Erfolg ausgestrahlt wurde. Später folgten andere Fernsehroduktionen. Einer der Synchronsprecher, Kumakura Kazuo, leitete die Theatergruppe <em>Theater Echo</em>, für die Inoue zum ersten Mal als Dramatiker mit <em>Der Nabel der Japaner </em>(Nihonjin no heso 日本人のへそ) tätig wurde. Romane und Essays folgten.</p>
<p>Der literarische Durchbruch gelang Inoue schließlich 1972 mit seiner Erzählung <em>Tegusari shinjū </em>(Doppelselbstmord in Handschellen), für die er den Naoki-Preis erhielt – die wichtigste Auszeichnungen für sogenannte populäre Literatur. 1983 gründete er seine eigene Theatergruppe, <a title="Komatsuza-Theatergruppe" href="http://www.komatsuza.co.jp/contents/aboutus/inouehisashi.html"><em>Komatsu-za </em>こまつ座</a>, die bis heute seine Stücke aufführt. In den folgenden Jahren erhielt Inoue zahlreiche weitere Preise und seine Rolle als ein führender Kulturschaffender begann sich auch in seinen Positionen als Vorsitzender des japanischen P.E.N.-Clubs oder Mitglied der Akademie der Künste widerzuspiegeln.</p>
<p>Während in Japan sein dreibändiger Roman <em>Kirikirijin </em>– durch die Zentrale Rolle von Dialekt aus der Tōhoku-Region möglicherweise unübersetzbar – am bekanntesten unter seinen Werken ist, hat in europäischen Sprachen vor allem sein pazifistisches Drama <em>Chichi to kuraseba </em>父と暮らせば (dt.: <em>Die Tage mit Vater</em>, übersetzt von Isolde Asai) Verbreitung gefunden.</p>
<p>Inoue Hisashi starb im Alter von 75 Jahren am 9. April 2010 an Lungenkrebs.</p>
<p style="text-align: center;">::</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_733" class="footnote">Inoues Pseudonyme sind Uchiyama Hisashi 内山廈 und Chihitsudou 遅筆堂. Sein Geburtsname schreibt sich 井上廈 (Inoue Hisashi).</li></ol>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Gesaku: Eine Literaturform der Edo-Zeit</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2011/05/gesaku-eine-literaturform-der-edo-zeit/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 08:35:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Edo-Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Bezeichnung, auf die ich in diesem Journal häufiger zu schreiben kommen werde, ist gesaku. Damit wiederholte Erklärungen entfallen können, soll hier kurz erklärt werden, was es mit diesem Wort auf sich hat. Gesaku 戯作 (andere Leseweisen sind kisaku, gisaku, kesaku) bedeutet wörtlich »im Scherz gemacht« und ist ein Oberbegriff für verschiedene Prosa-Textsorten, die in <a href='http://www.nora-bartels.de/2011/05/gesaku-eine-literaturform-der-edo-zeit/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_725" class="wp-caption alignleft" style="width: 212px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/05/santokyoden.jpg"><img class="size-medium wp-image-725" title="Portrait des Gesaku-Schriftstellers Santō Kyōden 山東京伝 durch Chōkyūsai Eiri 鳥橋斎栄里" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2011/05/santokyoden-202x300.jpg" alt="Portrait des Gesaku-Schriftstellers Santō Kyōden 山東京伝 durch Chōkyūsai Eiri 鳥橋斎栄里" width="202" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Portrait des Gesaku-Schriftstellers Santō Kyōden 山東京伝 durch Chōkyūsai Eiri 鳥橋斎栄里</p></div>
<p>Eine Bezeichnung, auf die ich in diesem Journal häufiger zu schreiben kommen werde, ist <em>gesaku</em>. Damit wiederholte Erklärungen entfallen können, soll hier kurz erklärt werden, was es mit diesem Wort auf sich hat.</p>
<p><em>Gesaku</em> 戯作 (andere Leseweisen sind <em>kisaku</em>, <em>gisaku</em>, <em>kesaku</em>) bedeutet wörtlich »im Scherz gemacht« und ist ein Oberbegriff für verschiedene Prosa-Textsorten, die in der Edo-Zeit (1603–1868) entstanden sind. Er drückt aus, daß der Autor seinem Werk eine leichtfertige Haltung gegenüber einnnimmt; es also nicht seinen ernsten (Haupt-)Geschäften gleichkommt.</p>
<p>In seiner ersten Phase in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden <em>gesaku</em>-Werke von einer überschaulichen Gruppe Gelehrter geschrieben und im kleinen Kreis verbreitet. Während auch zu dieser Zeit schon verschiedene Textsorten dazuzählten, drehten sie sich inhaltlich recht eng um Moden, Gerüchte und das Leben in den Freudenvierteln und auf dem Theater. Stilistisch zeichneten sich sich durch Wortspiele, Anspielungen und Parodien auf ältere Werke und eine komplexen formalen Aufbau aus.</p>
<p><span id="more-724"></span></p>
<p>Die Kansei-Reformen (1787–93), ein Versuch der <em>bakufu</em>-Regierung, die Position der Samurai zu stärken, die des neuen Städtebürgertums zu schwächen und Bauern bessere Lebensbedingungen zu schaffen, stellten einen Wendepunkt für die <em>gesaku</em>-Literatur dar. Einige der Schriftsteller, denen für ihre parodistischen und das städtische Luxusleben verherrlichenden Schriften Strafen auferlegt wurden, gaben ihre literarische Tätigkeit auf. Gesellschaftliche und technische Entwicklungen jedoch führten zur Popularisierung von <em>gesaku</em>, das nun nicht mehr nur von einer kleinen Zahl Gelehrter hauptsächlich aus dem Samurai-Stand, sondern auch von Bürgern angegangen wurde und eine breite Leserschaft fand.</p>
<p>Mit den Tenpo-Reformen (1841–43), die die gleichen Ziele wie zuvor die Kansei-Reformen auf noch radikalere Weise versuchten durchzusetzen, wurde die Möglichkeit zur Behandlung aktueller Ereignisse stark eingeschränkt. In den Jahren danach bis unmittelbar nach der Meiji-Restauration 1868 gab es noch vereinzelte Autoren, die <em>gesaku</em> unter diesen Einschränkungen schrieben, wenig später jedoch wurde diese Art der Literatur vorläufig in den Hintergrund gedrängt.</p>
<p>Textsorten, die heute unter dem Begriff <em>gesaku</em> gesammelt werden, sind <em>kibyoshi</em>, <em>sharebon</em>,<em> kokkeibon</em>, <em>yomihon</em>, <em>ninjobon</em>, <em>hanashibon</em>, <em>gokan</em> und andere.</p>
<p>Zu berühmten <em>gesaku</em>-Autoren der Edo-Zeit zählen Hiraga Gennai, Ōta Nanpo, Santō Kyōden, Jippensha Ikku, Shikitei Sanba, Ryūtei Tanehiko, Takizawa Bakin und Tamenaga Shunsui.</p>
<p style="text-align: center;">::</p>
<p>Weiterführende Literatur:</p>
<p>I<span style="font-size: 87%;">WASAKI</span>, Haruko: »The World of Gesaku: Playful Writers of Late Eighteenth Century Japan«, Dissertation, Harvard University 1984.</p>
<p>J<span style="font-size: 87%;">ONES</span>, Sumie: »Comic fiction in Japan during the later Edo period«, Dissertation, University of Washington 1979.</p>
<p>M<span style="font-size: 87%;">AY</span>, Ekkehard: <em>Die Kommerzialisierung der japanischen Literatur in der späten Edo-Zeit (1750–1868)</em>: <em>Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen der erzählenden Prosa im Zeitalter ihrer ersten Vermarktung</em>,<em> </em>Wiesbaden: Harrassowitz 1983.</p>
<p>S<span style="font-size: 87%;">CHAMONI</span>, Wolfgang: »Die Sharebon Santô Kyôden’s und ihre literaturgeschichtliche Stellung«, Dissertation, Universität Bonn 1970.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Inspektor Clouseau für den NDR – Fukushima und die deutschen Medien</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2011/03/inspektor-clouseau-fur-den-ndr-%e2%80%93-fukushima-und-die-deutschen-medien/</link>
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		<pubDate>Wed, 23 Mar 2011 07:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kommentar]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Internetjournal mit Japanbezug, das dieser Tage nicht über die Katastrophe im Norden der Hauptinsel Honshū berichtet, hat vermutlich einen triftigen Grund dafür. Meiner war: Ich habe keinen blassen Schimmer von Strahlungsgefährlichkeit und weiß auch nicht, wie die Lage im Atomkraftwerk Fukushima I genau aussieht. Daran hat sich bisher auch nichts geändert. Bin ich also <a href='http://www.nora-bartels.de/2011/03/inspektor-clouseau-fur-den-ndr-%e2%80%93-fukushima-und-die-deutschen-medien/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Internetjournal mit Japanbezug, das dieser Tage nicht über die Katastrophe im Norden der Hauptinsel Honshū berichtet, hat vermutlich einen triftigen Grund dafür. Meiner war: Ich habe keinen blassen Schimmer von Strahlungsgefährlichkeit und weiß auch nicht, wie die Lage im Atomkraftwerk Fukushima I genau aussieht. Daran hat sich bisher auch nichts geändert.</p>
<p>Bin ich also auch kein Atomkraftexperte, so habe ich wenigstens die Möglichkeit, japanische und englische Medien den deutschen hinzuzuziehen, und dabei kamen die deutschen dieses Mal erstaunlich schlecht weg. Kaum eine Zeitung oder ein Bericht wurde veröffentlicht, der nicht durch reißerische Titel das beunruhigende Gefühl vermittelte, die Verfasser wünschten sich die Katastrophe heran. Ich möchte die Male nicht zählen, die ich Meldungen wie »Tokyo vor dem Super-GAU« lesen mußte. Nachrichten aus Japan wurden aufgegriffen und auf die schlimmstmögliche Weise interpretiert, Horrorszenarien entworfen, Japaner als entweder inkompetent oder von eigenartiger Disziplin getrieben beschrieben und darüber hinaus regelrechte Falschmeldungen verbreitet, die bis heute kursieren. Da sich die kritische Diskussion über die deutsche Berichterstattung momentan noch weitgehend japanologie-intern abspielt, möchte ich hier einige Links verbreiten von Menschen, die bereits Vernünftiges zum Thema beigetragen haben.</p>
<p><span id="more-707"></span></p>
<p>Damit man einen Eindruck davon bekommt, wie es um die Berichterstattung bestellt ist, eignet sich ein Blog, den ich normalerweise eher nicht verlinken würde. <a title="Zettels Raum" href="http://zettelsraum.blogspot.com/2011/03/die-tagesschau-gestern-uber-fukushima.html" target="_blank">Zettels Raum</a> hat zweieinhalb Minuten Tagesschaubericht analysiert und 14 Fehler darin gefunden. Vorweg: Die Strahlungsgefahren kann ich, wie gesagt, nicht beurteilen und habe bisher auch von Experten widersprüchliche Meinungen dazu gehört. Bezeichnend sind aber in dieser Analyse schon die »kleinen« Fehler und Ungenauigkeiten, die sich die größte deutsche Nachrichtensendung nicht erlauben dürfte.</p>
<p>Einen erstaunlichen Fehltritt hat sich der NDR mit dem sogenannten »Asienexperten« (Haben Sie schon einmal einen »Europaexperten« getroffen?) Robert Hetkämper geleistet. Seit Tagen zeichneten sich seine Berichte durch ihre Unsachlichkeit aus; mit seiner Aussage, die Arbeiter, die im Atomkraftwerk eingesetzt werden, seien»oft Obdachlose, [...] sehr viel Gastarbeiter, es sollen sogar  Minderjährige dabei sein«, die in Japan gar als »Wegwerfarbeiter« bezeichnet würden, hat er jedoch die Grenzen der seriösen Berichterstattung weit überschritten. Diese Meldung wurde blitzartig von anderen Medien aufgegriffen und verbreitet. Obwohl mit wenig Recherche bekannt sein müßte, daß es sich um eine – dezent formuliert – Falschmeldung handelt, hat allein die <a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/politik/arbeiter-im-fukushima-reaktor-die-retter-japans-1.1075298" target="_blank">Süddeutsche Zeitung </a>die Sache richtiggestellt. Wer sich für eine etwas aufgeregte, aber im Grunde richtige und aktuelle Darstellung der Ereignisse um diesen Fall interessiert, kann Prof. Zöllners Blog <a title="Prof. Zöllner" href="http://kotoba.japankunde.de/?tag=ndr" target="_blank">Kotoba</a> lesen.</p>
<p>Ein erfrischender Beitrag ist das <a title="Frankfurter Rundschau" href="http://www.fr-online.de/kultur/debatte/-verfuehren-sie-mich-bitte-nicht-zum-nationalismus--/-/1473340/8248880/-/index.html" target="_blank">Interview mit Mishima Kenji</a>, das die Frankfurter Rundschauf veröffentlicht hat. Wenn ich nur einen Link zum Thema empfehlen dürfte, dann diesen. Dort geht er auf die Berichterstattung und Informationspolitik in Japan und Deutschland ein und auf die japanische Anti-Atom-Bewegung.</p>
<p>Warum ist die Berichterstattung in Deutschland so tendenziös? Einerseits sind es sicherlich politische Interessen und echte Panik, die dahinter stehen. Andererseits sind Internet, Zeitungen und andere Medien von Werbung abhängig &#8211; und was bringt mehr Verkäufe oder Klicks als eine reißerische Überschrift?</p>
<p>Man verstehe mich bitte nicht falsch – bei mir kommt Sonne und Wind aus der Steckdose und ich halte es für schieren Irrsinn, Atomkraftwerke in seismisch aktive Gebiete zu setzen. Auch mache ich mir Sorgen über die kurz- und längerfristigen Auswirkungen des Unglücks. Dieser Journaleintrag sei daher nur als Anstoß gedacht, sich nicht ungeprüft auf die deutsche Berichterstattung zu verlassen und sich nach Möglichkeit ein eigenes Bild zu machen.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was Sie schon immer über Goethe wissen wollten</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2010/10/was-sie-schon-immer-uber-goethe-wissen-wollten/</link>
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		<pubDate>Sun, 24 Oct 2010 20:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Buchrezensionen]]></category>
		<category><![CDATA[Kuriosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Philologe ist kein Beruf, mit dem sich das große Geld machen läßt. Wie viele interessieren sich schon dafür, was Goethe wann zu Eckermann sagte? Wir ahnen: viele werden es nicht sein. Das dachte sich wohl auch Gero von Wilpert &#8211; sonst eher für seine umfangreichen Nachschlagewerke zur deutschen Klassik bekannt. Es kann nur geraten werden, <a href='http://www.nora-bartels.de/2010/10/was-sie-schon-immer-uber-goethe-wissen-wollten/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_683" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/10/wilpert.jpg"><img class="size-medium wp-image-683" title="Mußte das sein?" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/10/wilpert-195x300.jpg" alt="Mußte das sein?" width="195" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Mußte das sein?</p></div>
<p>Philologe ist kein Beruf, mit dem sich das große Geld machen läßt. Wie viele interessieren sich schon dafür, was Goethe wann zu Eckermann sagte? Wir ahnen: viele werden es nicht sein. Das dachte sich wohl auch Gero von Wilpert &#8211; sonst eher für seine umfangreichen Nachschlagewerke zur deutschen Klassik bekannt. Es kann nur geraten werden, was ihn dazu trieb, das Buch <em>Die 101 wichtigsten Fragen: Goethe</em> zu verfassen: Wollte er die Massen erreichen? Hatte er  Informationsabfall, der noch verwertet werden mußte? War er jung und brauchte das Geld?</p>
<p>Von letzterem kann abgesehen werden, obwohl es vielleicht das am leichtesten zu verzeihende wäre. Das reizende und leicht entschuldigende Vorwort des Buches hätte mich fast davon abgehalten, es hier vorzustellen &#8211; ich schreibe »vorzustellen«, da hier ein Zitat jegliche Parodie erübrigt. Beginnen wir mit einem Blick in die »Top Ten«, also die laut von Wilpert 10 wichtigsten Fragen an Goethe:</p>
<p><span id="more-681"></span>1. Wie sah Goethe aus?<br />
2. Was zog Goethe an?<br />
3. War Goethe eitel, egoistisch, stolz, dünkelhaft?<br />
4. Unter welchen Krankheiten und welchen Ärzten litt Goethe?<br />
5. War Goethe geschlechtskrank?<br />
6. War Goethe homosexuell?<br />
7. Wovon träumte Goethe?<br />
8. Was hatte Goethe alles im Auge?<br />
9. War Goethe ein Genie?<br />
10. Besaß Goethe Humor?</p>
<p>Das brennt man doch zu wissen! Die zwei letzten Fragen, die einzigen darunter, die einigen allgemeinen Erkenntnisgewinn erhoffen lassen, beantwortet Wilpert dann im Falle von (9) gar nicht, im Falle von (10) für jeden, der einmal Reineke Fuchs, das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern oder eigentlich auch fast alles andere von Goethe gelesen hat, überraschend mit »Geist und Humor konnten bei Goethe nicht zum Einklang und zu einer Symbiose kommen. Schade.«</p>
<p>Zugegeben &#8211; das Buch ist nicht frei von Selbstironie, was Fragen wie »Warum machte Goethe so ein Theater?« beweisen. Erst die letzten 11 Fragen der Kategorie »Kuriosa« zuzuordnen, ist allerdings prätentiös, wenn doch ein gutes Drittel des Rests ebensogut darunter fällt. Oder ist es von allgemeinem Interesse, ob Goethe gern auf Maskenbälle ging? Holen wir doch gar nicht so weit aus &#8211; die Top Ten können getrost zu Kuriosa gezählt werden!</p>
<p>Meine Top Ten an von Wilpert lauten übrigens alle:</p>
<p>Warum, Wilpert?</p>
<div id="_mcePaste" style="position: absolute; left: -10000px; top: 150px; width: 1px; height: 1px; overflow: hidden;">prätentiös</div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der 31. Deutsche Orientalistentag: Vermischtes</title>
		<link>http://www.nora-bartels.de/2010/10/vermischtes-der-31-deutsche-orientalistentag/</link>
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		<pubDate>Sun, 03 Oct 2010 10:45:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Frage, was eigentlich zum »Orient« zähle, ist nicht leicht zu beantworten &#8211; wenn man sich die Fächervielfalt des 31. DOTs ansieht, jedenfalls eine ganze Menge: Von Afrikanistik bis Zentralasien war eine ganze Menge Welt vertreten. Daß all diese Fächer dennoch sinnvoll in einem Programm untergebracht werden konnten, ist das Verdienst der Veranstalter der Universität <a href='http://www.nora-bartels.de/2010/10/vermischtes-der-31-deutsche-orientalistentag/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_659" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/10/unterschiedsuni.png"><img class="size-medium wp-image-659" title="Uni Marburg: Genauso unterschiedlich wie das Programm" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/10/unterschiedsuni-300x231.png" alt="Uni Marburg: Genauso unterschiedlich wie das Programm" width="300" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">Uni Marburg: Genauso unterschiedlich wie das Programm</p></div>
<p>Die Frage, was eigentlich zum »Orient« zähle, ist nicht leicht zu beantworten &#8211; wenn man sich die Fächervielfalt des 31. DOTs ansieht, jedenfalls eine ganze Menge: Von Afrikanistik bis Zentralasien war eine ganze Menge Welt vertreten. Daß all diese Fächer dennoch sinnvoll in einem Programm untergebracht werden konnten, ist das Verdienst der Veranstalter der Universität Marburg.</p>
<p>Die Eröffnungsfeierlichkeiten in der Aula der Alten Bibliothek wurden durch eine hervorragende <a title="Festrede von Prof. Bauer" href="http://www.uni-marburg.de/cnms/aktuelles/news/dot-vortrag-bauer.pdf">Festrede</a> von Prof. Thomas Bauer (Münster) gekrönt, die ein paar Vorurteile zu dem, was deutschen Medien als »typisch muslimisch« gilt, geradegerückt hat, zugleich aber auch berührte, was alle, die sich intensiv mit fremden Kulturen beschäftigen, Sorgen bereiten muß: Das Mißtrauen und Unverständnis gegenüber Erscheinungsformen anderer Länder, die aus unzureichender Information und allzu viel Lust am schnellen Urteilen herrühren.</p>
<p>Die Vielfalt des DOTs und Größe des Kongresses (über achthundert Teilnehmer) ist lobenswert, wenn auch bald offensichtlich wurde, daß verhältnismäßig wenig Besucher die Chance nutzten, an fachfremden Veranstaltungen teilzunehmen. Die Sinologie und Japanologie waren dieses Mal dennoch recht gut besucht  und die Veranstaltungen zeigten eine weite Bandbreite dessen, was die Fächer zu bieten haben.</p>
<p><span id="more-652"></span>Auch ich hatte leider nur wenig Gelegenheit, an den japanologischen und sinologischen Veranstaltungen teilzunehmen, an dieser Stelle daher nur ein paar Worte zu einigem Gesehenen.</p>
<div id="attachment_673" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/10/auladavor2.jpg"><img class="size-medium wp-image-673" title="Die Aula der Alten Bibliothek in Marburg" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/10/auladavor2-300x219.jpg" alt="Die Aula der Alten Bibliothek in Marburg" width="300" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Die Aula der Alten Bibliothek in Marburg</p></div>
<p>Dr. Thomas Hackner verstand es, in seinem Vortrag über die Ästhetik des Selbstmords bei Dazai Osamu und Mishimia Yukio selbst diesem Thema noch einige Gramm Unterhaltsamkeit abzugewinnen und es mit der angemessenen Distanz zu behandeln. Dr. Nils Gülberg brachte unerwartete Einsichten in die Welt der Ansichtspostkarten, zu der online auch eine <a title="Ansichtspostkarten" href="http://www.f.waseda.jp/guelberg/marburg2010/dotmain.htm">Dokumentation</a> bereitsteht.</p>
<p>Die Universität Trier veranstaltete das Panel »Japanische SpielKULTUR«,  in dem Studenten die Möglichkeit gegeben wurde, im Rahmen des DOTs  eigene Projekte vorzustellen. Wenn auch erstaunlicherweise kein einziger  der Vorträge von eigentlichen Spielen (Fußball einmal ausgenommen)  handelte, wurden Literatur, Film, Computerspiel, Kanji, Sport und  Architektur aus dem Aspekt des Spielens beleuchtet. Wie auch bei den  Graduierten war das Bild, das sich dabei ergab, gemischt &#8211; die  zahlreichen Kommentare und das ausführliche Feedback von Frau Prof.  Schmidtpott haben die Veranstaltung jedoch sicher zu einer lohnenden  Erfahrung gemacht.</p>
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		<title>Dialekt und Dichtung &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 21:08:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nora Bartels</dc:creator>
				<category><![CDATA[Guo Moruo]]></category>
		<category><![CDATA[Kuriosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Guos Moruos Faust-Übersetzung wird mitunter vorgeworfen, daß Wörter daraus aus dem Heimatdialekt Guos, nämlich der Sprache Sichuans, stammen. Das ist sicherlich keine völlig unbegründete Kritik, beschäftigen sich doch gleich die ersten zwei von Goethes Regeln für Schauspieler eben mit dem Gebrauch von Dialekt auf der Bühne: Dialekt § 1 Wenn mitten in einer tragischen Rede <a href='http://www.nora-bartels.de/2010/09/dialekt-und-dichtung-teil-2/' class='excerpt-more'>[...]</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_642" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a href="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/09/stielergoethe.jpg"><img class="size-medium wp-image-642 " title="Hat gebabbelt: Johann Wolfgang von Goethe" src="http://www.nora-bartels.de/wp-content/uploads/2010/09/stielergoethe-249x300.jpg" alt="Hat gebabbelt: Johann Wolfgang von Goethe" width="249" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hat gebabbelt: Johann Wolfgang von Goethe</p></div>
<p>Guos Moruos <em>Faust</em>-Übersetzung wird mitunter vorgeworfen, daß Wörter daraus aus dem Heimatdialekt Guos, nämlich der Sprache Sichuans, stammen. Das ist sicherlich keine völlig unbegründete Kritik, beschäftigen sich doch gleich die ersten zwei von Goethes <em>Regeln für Schauspieler</em> eben mit dem Gebrauch von Dialekt auf der Bühne:</p>
<blockquote>
<p style="text-align: left;">Dialekt</p>
<p>§ 1</p>
<p>Wenn mitten in einer tragischen Rede sich ein Provinzialismus eindrängt, so wird die schönste Dichtung verunstaltet und das Gehör des Zuschauers beleidigt. Daher ist das Erste und Notwendigste für den sich bildenden Schauspieler, daß er sich von allen Fehlern des Dialekts befreie und eine vollständige reine Aussprache zu erlangen suche. Kein Provinzialismus taugt auf die Bühne! Dort herrsche nur die reine deutsche Mundart, wie sie durch Geschmack, Kunst und Wissenschaft ausgebildet und  verfeinert worden.</p>
<p><span id="more-641"></span></p>
<p>§ 2</p>
<p>Wer mit Angewohnheiten des Dialekts zu kämpfen hat, halte sich an die allgemeinen Regeln der deutschen Sprache und suche das neu Anzuübende recht scharf, ja schärfer auszusprechen, als es eigentlich sein soll. Selbst Übertreibungen sind in diesem Falle zu raten, ohne Gefahr eines Nachteils; denn es ist der menschlichen Natur eigen, daß sie immer gern zu ihren alten Gewohnheiten zurückkehrt und das übertriebene von selbst ausgleicht.<br />
[ Goethe-BA Bd. 17, S. 92-83]</p></blockquote>
<p>Interessant ist hier unter anderem, daß Goethe davon ausgeht, daß es eine &#8220;reine deutsche Mundart&#8221; gebe. Und in unserem Zusammenhang außerdem bemerkenswert ist der Umstand, daß sich Goethe zuweilen seines Frankfurter Dialekts bedient und selbst im <em>Faust </em>damit gedichtet hat; anders sind Reime wie: „Oh neige / Du Schmerzensreiche“ (Verse 3587–3589) oder „Wie Himmelskräfte auf und nieder steigen / Und sich die goldnen Eimer reichen!“ (Verse 449–450) nicht zu erklären. (Goethe, <em>Sämtliche Werke. Münchner Ausgabe / Weimarer Klassik 1798-1806</em>, 640 bzw.  547.) Goethe, man traut es sich kaum zu sagen, hat <em>gebabbelt</em>.  (Wer wissen möchte, wie das geklungen haben mochte, kann sich auf Youtube einen interessanten<a title="Hessisch bei Youtube" href="http://www.youtube.com/watch?v=_tlLJAXKE6I"> <strong>Hörbeitrag</strong></a> zu Gemüte führen, in dem verschiedene Sorten Hessisch mit viel erheiternden Beispielen vorgestellt werden.)</p>
<p>Ich bin geneigt, angesichts dieses Umstandes nicht allzu hart mit Guos Sichuanismen ins Gericht zu gehen.</p>
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