Inoue Hisashis Essay-Band 7: Akutō to yūrei 悪党と幽霊 (Schufte und Gespenster).

Inoue Hisashis Essay-Band 7: Akutō to yūrei 悪党と幽霊 (Schufte und Gespenster).

Inoue Hisashis Essays wurden in zehn Bänden im Chūō kōron sha-Verlag veröffentlicht. Da es für meine Arbeit ohnehin von Nöten war, mir eine Übersicht darüber zu verschaffen und ich vermute, daß es auch für andere einen Nutzen haben könnte, poste ich hier die Inhaltsverzeichnisse.

井上ひさしのエッセイ集1-10の目次
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DoktorfischIn den nächsten zwei Jahren forsche ich an der Universität Osaka für mein Dissertationsthema, das den Arbeitstitel »Gesaku im Schaffen japanischer Schriftsteller der Gegenwart: Inoue Hisashis Beschäftigung mit der Literatur der späten Edo-Zeit« trägt. Genauer geht es dabei um folgendes:

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Natürlich passiert das jetzt, wo ich nicht mehr in Deutschland bin: Das Deutsche Theater in Berlin inszeniert Inoue Hisashis »Little Boy – Big Taifoon«, ein Stück, das bereits in Hannover auf europäischen Bühnen uraufgeführt wurde. (Dort wird auch interessantes Lehrmaterial dazu bereitgestellt.)
Am 3. März ist Premiere – ich hoffe auf Rezensionen!

 
Stationen aus Inoues Leben

Stationen aus Inoues Leben

Der Name Inoue Hisashi wird in diesem Journal öfter fallen, doch ist er sicherlich nicht jedem Leser geläufig. Möchte man erfahren, wer das eigentlich ist, so – hilft einem auch diese kleine Biographie nicht weiter. Aber irgendwo muß der Anfang gemacht werden, und ein Überblick über sein Leben ist vielleicht nicht der schlechteste:

Inoue Hisashi 井上 ひさし1 wurde 1934 in Komatsu (heute Kawanishi) in der Präfektur Yamagata im Norden der größten japanischen Hauptinsel geboren. Als er vier Jahre alt war, starb sein Vater und seine Mutter gab ihren Sohn in ein christliches-baptistisches Waisenhaus in der Präfektur Miyagi. Die aufopferungsvolle Pflege der Kinder durch die Mönche beeindruckte Inoue tief und floß auch in sein Werk ein.

In seiner Oberschule in Sendai nahm er an den Aktivitäten der Schülerzeitung teil. Nach seinem Abschluß bewarb er sich bei unterschiedlichen Universitäten, zu denen er jedoch entweder nicht zugelassen wurde oder die Studiengebühren nicht bezahlen konnte. Schließlich vermittelte ihn ein Priester des Waisenhauses an die katholische Sophia-Universität in Tokyo, wo er zunächst Deutsch studierte. Davon jedoch unbefriedigt, machte er eine zweijährige Pause, um in der Präfektur Iwate zu arbeiten. Zwischenzeitlich von dem Vorhaben besessen, Medizin zu studieren, kehrte er nach weiteren erfolglosen Aufnahmeprüfungen an die Sophia-Universität zurück und welchselte dort seine Fachrichtung zu Französisch.

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  1. Inoues Pseudonyme sind Uchiyama Hisashi 内山廈 und Chihitsudou 遅筆堂. Sein Geburtsname schreibt sich 井上廈 (Inoue Hisashi). []
 
Hat gebabbelt: Johann Wolfgang von Goethe

Hat gebabbelt: Johann Wolfgang von Goethe

Guos Moruos Faust-Übersetzung wird mitunter vorgeworfen, daß Wörter daraus aus dem Heimatdialekt Guos, nämlich der Sprache Sichuans, stammen. Das ist sicherlich keine völlig unbegründete Kritik, beschäftigen sich doch gleich die ersten zwei von Goethes Regeln für Schauspieler eben mit dem Gebrauch von Dialekt auf der Bühne:

Dialekt

§ 1

Wenn mitten in einer tragischen Rede sich ein Provinzialismus eindrängt, so wird die schönste Dichtung verunstaltet und das Gehör des Zuschauers beleidigt. Daher ist das Erste und Notwendigste für den sich bildenden Schauspieler, daß er sich von allen Fehlern des Dialekts befreie und eine vollständige reine Aussprache zu erlangen suche. Kein Provinzialismus taugt auf die Bühne! Dort herrsche nur die reine deutsche Mundart, wie sie durch Geschmack, Kunst und Wissenschaft ausgebildet und  verfeinert worden.

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Programmheft des diesjährigen DOTs

Programmheft des diesjährigen DOTs

Mittlerweile stehen Datum, Zeit und Ort meines Vortrags auf dem 31. Deutschen Orientalistentag in Marburg fest. Alle Zuhörer sind herzlich willkommen:

Freitag, 24. September 2010

9-10:30 (Block 3)

Wilhelm-Röpke-Str. 6, Raum 03B07

zu meinem Vortrag mit dem Titel »Ich muß es anders übersetzen: Die Faust-Übersetzungen
von Mori Ōgai und Guo Moruo«.

 
Inoue Hisashi: Fu fu fu

Inoue Hisashi: Fu fu fu

Inoue Hisashis Werk umfaßt eine Reihe kurzer, oft heiterer Essays, von denen ich hier eines vorstellen möchte. Es stammt aus dem Buch Fu fu fu.

Der längste Name der Welt

Wenn ich an einem Roman oder an einem Drama zu arbeiten beginne, dann sind das, was mir oft unerwartet viele Schwierigkeiten bereitet, die Namen für die auftretenden Figuren. Zum Beispiel wäre „Yamada Hanako1 zu einfach und würde umgekehrt einen starken Eindruck vermitteln. Namen wie „Yamada Shizue“2 gefallen mir, aber sind letztlich veraltet. Und dennoch ist „Yamada Asuka“3 zu modern und nimmt alle Kraft.4

In solchen Momenten beneide ich die Schriftsteller aus Myanmar. Dort braucht man keinen Nachnamen. Genauso wie beim Tenno reicht der Vorname aus. Wenn man die schönen Worte Aung San Suu Kyi5 zusammenfügt, wird daraus ein Vorname. Aung bedeutet „Sieg“ oder „Übertreffen“, San heißt „selten“, Suu bedeutet „ansammeln“ und Kyi „rein“.6 Zusammen ergeben sie einen „von in der ganzen Welt seltener Reinheit überströmenden, vortrefflichen Menschen“. Außerordentlich schön.

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  1. 山田花子. Sowohl Yamada als auch Hanako (weiblicher Vorname) sind sehr häufige japanische Namen. Die übliche Reihenfolge, Familienname vor dem Rufnamen, wurde beibehalten. []
  2. 山田静江 (weiblicher Vorname). []
  3. 山田明日香( weiblicher Vorname), besonders beliebt seit 1999, als die Fernsehserie „Asuka“ mit einer Heldin gleichen Namens ausgestrahlt wurde. []
  4. Die Wendung 気合いを入れるbedeutet in etwa: „sich konzentrieren“, „geistige Kräfte aufbringen“. In diesem Zusammenhang ist sie eher ungewöhnlich. Statt „nimmt einem alle Kraft“ wäre auch eine Paraphrase denkbar, beispielsweise: „und deshalb nicht so eindrucksvoll/eindringlich“. []
  5. Politikerin aus Myanmar, 1945, erhielt 1991 den Friedensnobelpreis, lebt seit vielen Jahre in Gefangenschaft bzw. Hausarrest. Die Umschrift des Namens im Originaltext wird mit dem Katakana-Silbenalphabet vorgenommen: アウンサンスーチー (Romaji: Aunsansūchī). []
  6. In Myanmar werden Namen häufig gebildet, indem man seine Wünsche für die Kinder aneinander reiht. Auch ist es sehr leicht möglich, den eigenen Namen zu ändern und eigene Hoffnungen oder Vorstellungen einfließen zu lassen. []
 
Guo Moruo widmet am Kindertag, dem 1. Juni 1950, im Gongshan-Park in Peking den Kindern ein Gedicht

Guo Moruo widmet am Kindertag, dem 1. Juni 1950, im Gongshan-Park in Peking den Kindern ein Gedicht

G Mòruò wurde 1892 unter dem Namen Guō Kāizhēn (郭开贞) in einer wohlhabenden Familie in Sichuan geboren. Schon früh begann er, sich für Pantheismus zu interessieren, namentlich für die Ideen des Philosophen Zhuangzi. Nach einer traditionellen, jedoch von Umbrüchen geprägten Ausbildung wurde er mit einer ihm bis dato Unbekannten durch seine Familie in einer arrangierten Hochzeit (包办婚姻 baōbàn hūnyīn) verheiratet. Enttäuscht von seiner Familie, aber auch vor allem von sich selbst, weil er sich wider besseren Wissens auf eine arrangierte Ehe eingelassen hatte, reiste Guō schon wenige Tage später ab und gelangte über verschiedene Zwischenschritte schließlich 1913 nach Japan, wo er ein Medizinstudium begann. Dort lernte er im Sommer 1916 die Japanerin SATŌ Tomiko (佐藤富子), genannt Anna, kennen, die selbst vor einer arrangierten Ehe nach Tokyo geflüchtet war. Sie hatten in den 20 Jahren, die sie zusammen waren, fünf Kinder; die Ehe wurde jedoch von beiden Familien nie akzeptiert.

In Japan war er mit dem naturwissenschaftlichen Teil seines Studiums unglücklich, lernte aber Deutsch, Englisch und Latein und hatte im Deutschunterricht die ersten Kontakte mit Goethe, insbesondere mit „Dichtung und Wahrheit“. Etwa 1918 hat er Werther gelesen und daran gedacht, den Roman zu übersetzen. Im Sommer 1919 begann er die ersten Faust-Übersetzungen, die er bei seinen Besuchen in Shanghai anfertigte. In dieser Zeit schrieb er auch das erste Mal ernsthaft an eigenen Werken und begann, mit seinen Übersetzungen seinen Lebensunterhalt zu finanzieren. Sein in freien Versen geschriebener Gedichtband Göttinnen (女神 nüshén), veröffentlicht 1921, gilt als der Durchbruch einer neuen Lyrik in China.

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Jenseits von Weimar

Jenseits von Weimar

»Der Weisheit letzter Schluß ist also bei mir dieses: Man soll Goethe nicht in irgendeiner Übersetzung lesen, sondern immer nur im Originaltext, und zwar in einer ausführlich kommentierten Ausgabe. Es lohnt sich, deswegen die deutsche Sprache zu erlernen. Oder aber vielleicht mache ich für mich persönlich eine japanische Faust-Übersetzung. Sie wird dann sicher meiner Kritik standhalten.«

 
Tenpō Jūninen no Sheikusupia 天保十二年のシェイクスピア (DVD)

Tenpō Jūninen no Sheikusupia 天保十二年のシェイクスピア (DVD)

Am besten würdigt man einen Schriftsteller, indem man seine Werke bekannt macht. Dieser Eintrag wird ein Gastauftritt in gleich dreifachem Sinne. Zum ersten ist der ausgewählte Text weder von Goethe, Guo oder Mori, sondern von Inoue Hisashi. Zum zweiten habe nicht ich den Text übersetzt, sondern Nina Olligschläger, die eine wissenschaftliche Übertragung des Stückes mit ausführlichem Kommentarteil angefertigt hat, die tatsächlich bis ans Unübersetzliche geht. Zum Dritten ist selbst Inoues Text nur geliehen: Er führt im Stück die Übersetzungen Shakespeares berühmter Worte “To be or not to be. That it the question!” an, die, teils aus der Schwierigkeit, die die Übertragung dieser vielschichtigen Sätze in das Japanische mit sich bringt, teils aus Geltungsdrang, teils aus Unwissen, in unerwarteter Vielfalt in japanischen Übersetzungen aufgetreten sind.

Doch nun viel Spaß mit diesem Auszug aus 天保十二年のシェイクスピア (Tenpō Jūninen no Sheikusupia).

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Vor drei Tagen, am 9. April 2010, ist INOUE Hisashi (井上ひさし) im Alter von 75 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Obwohl bisher nur sehr wenig von ihm ins Deutsche übersetzt wurde,1 war Inoue einer der führenden japanischen Literaten der Nachkriegszeit.

Er hat aus den reichen Möglichkeiten seiner Sprache geschöpft und war einer der wenigen Schriftsteller, die neben Tiefsinn auch Humor in die japanische Literatur gebracht haben.

  1. Meines Wissens nur: Die Tage mit Vater. Theaterstück (Chichi to kuraseba), Übers. Isolde Asai; Shakespeare als interkulturelle Schnittstelle am Beispiel einer kommentierten Übersetzung von Inoue Hisashis »Tenpō Jūninen no Sheikusupia«, Übers. Nina Olligschläger (unveröffentlicht); Inoue Hisashi: Kalter Krieg, (Szene aus Shōgeki Zenshū) Übers. Stanca Scholz-Cionca. []
 
Konnte es nicht mal mit seinen kleinen Brüdern aufnehmen: Mori Ōgai

Konnte es nicht mal mit seinen kleinen Brüdern aufnehmen: Mori Ōgai

Über Mori Ōgai wurde schon viel geschrieben, und deutsche Leser haben das Glück, auf ungewöhnlich viele Informationen Zugriff zu haben, da an der Mori-Ōgai-Gedenkstätte und andernorts seit vielen Jahren an der Publikation seiner Werke und an Schriften über ihn gearbeitet wird. Doch natürlich wird auch in Japan viel publiziert und manchmal sogar etwas, das man nicht ohne weiteres auf deutsch finden wird. So auch die Texte auf der Webseite der Grundschule von Tsuwano, der Heimatstadt von Mori Ōgai.

Im Jahr 2004 haben dort Schüler der fünften Klasse gemeinsam recherchiert und Texte verfaßt, mit denen sie für ihre Stadt werben konnten. Eines der Teams beschäftigte sich mit berühmten Persönlichkeiten des Städtchens, von denen es gar nicht wenig gibt. Mori Ōgai nimmt darunter einen prominenten Platz ein – eine ganze Reihe von Absätzen der Seite beschäftigt sich nur mit ihm. Da sie informativ und unterhaltsam sind, hier eine kleine Auswahl in deutscher Übersetzung.

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Laojiu, japanisch Raochū, ist eine lange gereifte Variante von Huangjiu, ein nicht destillierter Wein aus Reis, Hirse oder Weizen

Laojiu 老酒, japanisch Raochū, ist eine lang gereifte Sorte von Huangjiu 黄酒 („Gelbwein“) aus Reis, Weizen oder Hirse mit weniger als 20% Alkoholgehalt.

Erster Teil der Übersetzung: Die Leute aus Shanghai. Guo Moruo in der japanischen Presse

Herr Maeda, der Verwalter des men’s house, in dem ich untergekommen bin, ist ein bekannter Mann in Shanghai; er ist Christ, Unternehmer und ein ziemlich guter Gesprächspartner. In diesem house haben schon Herr Kagawa Toyohiko,1 der Agrarwissenschaftler Herr Dr. Yamazaki Momoji2 und andere übernachtet. Was diesen Kagawa Toyohiko angeht: Er hat von der neuen Shanghaier Gruppe Verachtung erfahren. Ihm leisten nur noch hohe Beamte, reicher Männer Ehefrauen, alte Christen und Spione Gesellschaft. Dr. Yamazaki jedoch promovierte ursprünglich als Lehrer der Dōbun-Shoin-Universität, indem er Laojiu-Wein erforschte und ist eine neue Autorität in Bereich japanischer Bakterien-Fermentierung. (Heute lehrt er an der Gifu Hochschule für Land- und Forstwirtschaft.) Auf der ganzen Welt gibt es niemanden, der Laojiu-Wein so gründlich kennt wie er; er kennt ihn sogar so gut, daß er auch für’s Trinken einen Doktor bekommen sollte. Er ist ein äußerst offenherziger Weltbürger und genau der Typ Mensch, der in Shanghai wohnt. Ich habe von ihm viel über Laojiu-Wein erfahren.

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  1. Kagawa Toyohiko (1888–1960) studierte in Tokyo und den USA. Er war Schriftsteller, christlicher Reformer, Kämpfer für Arbeiterrechte und Pazifist. []
  2. Yamazaki Momoji  (1890–1962) []
 
"Shanhai no Hitobito" aus der Yomiuri-Shinbun vom 2. 12. 1927

"Shanhai no Hitobito" aus der Yomiuri-Shinbun vom 2. 12. 1927

Der folgende Artikel stammt aus der Tageszeitung Yomiuri Shinbun vom 2. Dezember 1927 und ist der erste Artikel in der Yomiuri, in dem Guo Moruos Name erwähnt wird. Er gibt auch einen kleinen Einblick darüber, wer die Damen und Herren der Stunde waren – welche chinesischen Literaturschaffenden der japanischen Dichter I Ken (1895-1945), der nach einer Shanghai-Reise über sie eine Serie geschrieben hat, kennenlernen konnte. Der hier übersetzte ist der zweite von drei Teilen.

Im ersten Teil (vom 29. 11. 1927) beschreibt Itō das internationale Flair Shanghais, das ihm außerordentlich gut gefallen habe und, daß er während seines sommerlichen Aufenthalts dort viele Freundschaften geschlossen habe, über die er schreiben möchte. Die Uchiyama-Buchhandlung wird beschrieben, die die erste japanische Buchhandlung in Shanghai und ein beliebter Treffpunkt der dichterischen Intelligenz war. Dort fand er freundliche Aufnahme und hat dem den Laden betreibenden Ehepaar auch ein Gedicht gewidmet. Mit der Beschreibung literarischer Persönlichkeiten beginnt Itō im zweiten Teil.

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Deckblatt der Briefsammlung: „Tian Shouchang, Zong Baihua, Guo Moruo. Kleeblatt“. (Tian Shouchang ist der Geburtsname Tian Hans)

„Tian Shouchang, Zong Baihua, Guo Moruo. Kleeblatt“. (Tian Shouchang ist der Geburtsname Tian Hans)

Im Sommer 1921 gründeten die Freunde Guo Moruo, YU Dafu, CHENG Fangwu und ZHANG Ziping die Schöpfungsgesellschaft, eine der ersten und bedeutendsten Literaturgesellschaften Chinas. Ihnen allen war gemein, daß sie ein Auslandsstudium in Japan absolviert hatten – Guo Moruo studierte dort Medizin. Produziert wurden die Schriften der Gesellschaft vom Verlag Taidong Shuju (泰東書局) in Shanghai – und fanden schnell weitreichende Verbreitung, so daß unter ihrem Einfluß in kurzer Zeit viele kleine Literaturzirkel im ganzen Land entstanden.

Der schnelle Erfolg der Publikationen gründete sich vor allem auf der Popularität Guo Moruos und Yu Dafus, die dort auch berühmt gewordene Veröffentlichungen machten: Schon im ersten Jahr publizierte Guo Moruo seinen Gedichtband „Göttinnen“ (女神 Nüshen) und seine Übersetzung von „Die Leiden des jungen Werthers“ (少年维特的烦恼 Shaonian Weite de fannao).

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