
Eine Ausgabe der Xiangjiang-Zeitung, (湘江评论 Xiangjiang Pinglun, englischer Name: Shian Kian Weekly Review) die von Juni bis August 1919 erschien
Wer sich am achten Februar trotz eisigen Wetters ins Konfuziusinstitut Berlin gewagt hatte, konnte Prof. Klaus Mühlhahns Vortrag: „Die Vierte Mai Bewegung 1919 im globalen Kontext – Eine Neubestimmung“ hören. Mühlhahn ist zur Zeit Professor für Geschichte an der Universität Indiana, kehrt jedoch im Mai dieses Jahres als Professor an das ostasiatische Institut der Freien Universität zurück, in dem er 1993 sein Studium begonnen hatte.
Die Bewegung des 4. Mai ist eine der interessantesten intellektuellen Strömungen der chinesischen Geschichte des 20. Jahrhunderts und hochrelevant für die gesamte darauf folgende Entwicklung. Prof. Mühlhahn hat sich in seinem Vortrag zur Aufgabe gemacht, den Geschichtsabschnitt aus einem globalen Blickwinkel zu betrachten und das Paradigma zu brechen, die Bewegung sei von außen unbeeinflußt und vorrangig national orientiert gewesen. Dazu umriß er zunächst, welche Ereignisse in anderen Ländern der Bewegung des 4. Mai vorangingen, sprach dann darüber, auf welche Weisen China Zugriff auf diese Informationen hatte und gab schließlich einen kurzen Ausblick auf andere Ereignisse chinesischer Geschichte, die im globalen Kontext zu verstehen seien.
