Einträge vom Dezember 2009

Die sich mit inhaltlichen Materialien beschäftigen Webseiten wurden bereits im Eintrag Ressourcen (jüngst erweitert) vorgestellt – hier nun ein paar Seiten und Programme, die beim Umgang mit diesen Quellen hilfreich sein können.

Werkzeug zur automatischen Umwandlung von alten zu neuen Schriftzeichen und umgekehrt (Japanisch)

Mit einem Knopfdruck können auf dieser Webseite alte in neue japanische Schriftzeichen umgewandelt werden – selbst ganze Texte können eingegeben werden. Eine nachträgliche Kontrolle ist dennoch unumgänglich.

Übersichtstabelle zu chinesischen Romanisierungen

Mit dem üblichen Suchbefehl (am PC: Strg + F) kann man leicht jegliche Zeichenkombination der drei häufigsten chinesischen Transkriptionssysteme, Bopomofo, Wade-Giles und Pinyin, aufsuchen und abgleichen.

Schriftzeichensatz mit (nahezu) allen alten Schriftzeichen

Mit den kostenlosen Han-Nom-Fonts lassen sich auch veraltete oder ungewöhnliche Schriftzeichen darstellen und verwenden, die man mit den vorinstallierten Zeichensätzen von Windows nicht sehen kann.

(Diese Liste wird laufend erweitert.)

Deckblatt der Briefsammlung: „Tian Shouchang, Zong Baihua, Guo Moruo. Kleeblatt“. (Tian Shouchang ist der Geburtsname Tian Hans)

„Tian Shouchang, Zong Baihua, Guo Moruo. Kleeblatt“. (Tian Shouchang ist der Geburtsname Tian Hans)

Im Sommer 1921 gründeten die Freunde Guo Moruo, YU Dafu, CHENG Fangwu und ZHANG Ziping die Schöpfungsgesellschaft, eine der ersten und bedeutendsten Literaturgesellschaften Chinas. Ihnen allen war gemein, daß sie ein Auslandsstudium in Japan absolviert hatten – Guo Moruo studierte dort Medizin. Produziert wurden die Schriften der Gesellschaft vom Verlag Taidong Shuju (泰東書局) in Shanghai – und fanden schnell weitreichende Verbreitung, so daß unter ihrem Einfluß in kurzer Zeit viele kleine Literaturzirkel im ganzen Land entstanden.

Der schnelle Erfolg der Publikationen gründete sich vor allem auf der Popularität Guo Moruos und Yu Dafus, die dort auch berühmt gewordene Veröffentlichungen machten: Schon im ersten Jahr publizierte Guo Moruo seinen Gedichtband „Göttinnen“ (女神 Nüshen) und seine Übersetzung von „Die Leiden des jungen Werthers“ (少年维特的烦恼 Shaonian Weite de fannao).

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Bäume leuchtend, Bäume blendend,
Ueberall das Süße spendend,
In dem Glanze sich bewegend,
Alt und junges Herz erregend –
Solch ein Fest ist uns bescheret,
Mancher Gaben Schmuck verehret;
Staunend schaun wir auf und nieder,
Hin und her und immer wieder.

Aber, Fürst, wenn Dir’s begegnet
Und ein Abend so Dich segnet,
Daß als Lichter, daß als Flammen
Vor Dir glänzten allzusammen
Alles was Du ausgerichtet,
Alle die sich Dir verpflichtet:
Mit erhöhten Geistesblicken
Fühltest herrliches Entzücken.

J. W. v. Goethe – Weihnachtsgedichte von Guo Moruo und Mori Ōgai sind eher spärlich gesät. (Katsumi Tateno-Kracht und Klaus Kracht arbeiten aber, wie man hört, an einem Buch über Weihnachten im Hause Mori – vielleicht also nächstes Jahr an dieser Stelle mehr.)